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Jugendliche mit Behinderungen

Tabelle 1: Anzahl der SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf

  Volksschule Hauptschule Polytechnische Schule Gesamt
1994/95 3.481 1.250 - 4.731
1995/96 4.533 1.759 - 6.292
1996/97 5.406 2.311 70 7.787
1997/98 5.475 3.557 100 9.132
1998/99 5.859 4.776 165 10.800
1999/00 6.294 6.115 225 12.634
2000/01 6.492 6.740 275 13.507
2001/02 6.365 7.313 387 14.065
2002/03 6.455 7.978 474 14.907
2003/04 kA kA kA kA
2004/05 6.444 8.647 586 15.677
2005/06 5.423 7.887 587 13.897
2006/07 5.592 8.149 589 14.330

Quelle: Behindertenbericht, 2008

Anstieg des Unterstützungsbedarfs

Bei der Anzahl jener Jugendlichen, die am Übergang zwischen Schule und Beruf stehen und auf Grund einer Behinderung bzw. schwer wiegender Umstände im Verhaltensbereich oder sozialen Umfeld bei einer erfolgreichen beruflichen Erstintegration Unterstützung brauchen, ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Dies gilt insbesondere für Jugendliche mit einer schweren Behinderung und Jugendliche mit psychischen Auffälligkeiten bzw. Beeinträchtigungen. Demgegenüber haben sich durch die Einführung der integrativen Berufsausbildung zwar die Möglichkeiten im Bereich der beruflichen Ausbildung verbessert, die Mechanismen des Lehrstellen- und Arbeitsmarktes grenzen aber immer mehr benachteiligte Jugendliche aus.

Junge Menschen mit Behinderungen haben zum Teil Schwierigkeiten in den Kulturtechniken Schreiben, Rechnen, Lesen und Defizite in der Allgemeinbildung. Sie sind oft von einer Entwicklungsverzögerung betroffen und haben häufig noch nicht die nötige Reife, eine Berufswahlentscheidung zu treffen bzw. eine Erwerbsarbeit aufzunehmen und diese zu behalten.

Wie die Statistik "Arbeitslose Menschen mit Behinderungen nach Ausbildung" zeigt, sind Jugendliche mit Behinderungen mit niedrigerer Ausbildung auch stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als behinderte Personen mit höherer Ausbildung. Besonders betroffen sind hier weibliche Jugendliche mit Behinderungen, die häufig nur eine Pflichtschulausbildung gemacht haben.

Zusätzlich zu den allgemeinen Maßnahmen wurden daher für die berufliche Integration von Jugendlichen mit Behinderungen in den letzten Jahren spezifische, auf die besonderen Bedürfnisse von Jugendlichen abgestimmte Maßnahmen und Förderinstrumente entwickelt. Diese sollen Jugendliche mit Behinderungen bei der Berufsorientierung und Planung des Berufsweges unterstützen und sie auf dem Ausbildungsweg und der Integration auf den Arbeitsmarkt begleiten. Verschiedene Informationskampagnen sollen darüber hinaus durch einen Abbau „geistiger“ Barrieren die Integration Jugendlicher fördern.

Weblinks

  • Jugend am Werk: Organisation zur Unterstützung Jugendlicher bei der Berufsausbildung in Wien.
  • integrationwien.at: Interessensvertretung von und für Eltern behinderter Kinder und Jugendlicher in Wien.
  • faktori.wuk.at: Informationszentrum für junge Menschen mit Handicap
  • betrifftintegration - Kärnten: Der Verein INTEGRATION:KÄRNTEN ist ein Zusammenschluss betroffener Eltern und ExpertInnen zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen in Kärnten. 
  • pro mente|jugend - Oberösterreich: Pro mente Oberösterreich setzt sich für psychisch benachteiligte und beeinträchtigte Menschen ein.

Broschüren