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Best Practice Beispiel

ArbeiterInnen

ArbeitnehmerInnen mit Beeinträchtigungen werden seit 27 Jahren bei SPV Spar Betriebsgesellschaft beschäftigt. Deren Aufgaben reichen von einfachen Tätigkeiten in der Reinigung und Parkplatzversorgung bis hin zu spezialisierten Aufgabenstellungen in der Regalbetreuung, der Leergutannahme und Lagerhaltung.

Arbeitsplatzbeschreibung

Die Aufgaben reichen von einfachen Tätigkeiten in der Reinigung und Parkplatzversorgung bis hin zu spezialisierten Aufgabenstellungen in der Regalbetreuung, der Leergutannahme und Lagerhaltung. Für die Tätigkeiten im Ausmaß von 38,5 Wochenstunden wird freundliches Auftreten, Ehrlichkeit und Engagement vorausgesetzt.

Firma

SPV SPAR Betriebsgesellschaft m.b.H. führt in Niederösterreich eine Eurosparfiliale. Der Nahversorger beschäftigt insgesamt 32 MitarbeiterInnen, davon drei Menschen mit Handicaps (Stand 2008).

Umsetzung

Als erster Arbeitnehmer mit kognitiver Lernschwäche wurde Herr S. E. (geb. 1955) im Rahmen eines österreichweiten Pilotprojektes Ende der 70er Jahre im Betrieb beschäftigt. Nach dem Marktleiter ist er der am zweitlängsten in der Firma tätige Mitarbeiter.

Heute arbeiten im Einzelhandelsunternehmen drei MitarbeiterInnen mit mentaler Beeinträchtigung, die mit Hilfe von ArbeitsassistentInnen und Job Coaches der Caritas Wien angelernt wurden. Die Arbeitsbereiche strukturierte man so, dass sie von den MitarbeiterInnen mit Behinderungen eigenständig bearbeitet werden können.

Rahmenbedingungen

Die Arbeitsassistenz Hollabrunn der Caritas Wien unterstützt das Unternehmen sehr ambitioniert. Bevor die MitarbeiterInnen mit Behinderungen in ein festes Dienstverhältnis übernommen werden, arbeiteten sie im Rahmen einer geförderten Arbeitserprobung im Unternehmen.

Das Bundessozialamt gewährt bei bestehender Minderleistung eine individuell festgelegte, bedarfsgerechte Lohnkostenförderung. Die Geschäftsführung unterstützt neben der beruflichen Integration auch die soziale Eingliederung in das Unternehmen.

Zeithorizont

Herr S. E. wurde als erster Mitarbeiter mit Behinderung im Februar 1979 als Volontär in Form eines Pilotversuchs der beruflichen Integration beschäftigt. Diese Arbeitserprobung führte anschließend zu einer unbefristeten Anstellung. Von Beginn an wurde das Arbeitsverhältnis von Herrn S. E. gefördert: zuerst vom AMS und später vom Bundessozialamt.

Im Laufe der Jahre kam es zur Aufnahme von weiteren ArbeitnehmerInnen mit Behinderungen.

Entwicklungspotential

Der Arbeitgeber ist sowohl mit seinen drei gehandicapten MitarbeiterInnen als auch mit der Betreuung durch die Arbeitsassistenz Hollabrunn äußerst zufrieden. Nach ausreichender Anlernzeit stellen auch komplizierte Arbeitsabläufe, die sich jeden Tag wiederholen, keine Hindernisse mehr dar.