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Best Practice Beispiel

Büroassistent

Seit April 2002 steht Herr K. Q. (geb. 1982) im Wiener Büro der Bundesorganisation der Katholischen Jungschar in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Für die Ausführung seiner Arbeitsaufgaben erwiesen sich seine körperliche und intellektuelle Beeinträchtigung als kein Hindernis.

Arbeitsplatzbeschreibung

Alltägliche Hilfstätigkeiten im Bürobereich, in der Postabteilung und diverse Botengänge zur Bank, zur Post und zu anderen Organisationen sowie Kopieren, Aktenvernichten, Sortieren sowie bestimmte Computertätigkeiten wie etwa Scannen gehören zum Aufgabenfeld. Zusätzlich stellt der/die BüroassistentIn Arbeitsbehelfe her,bereitet Seminarräume vor und wickelt den Zeitschriftenversand ab.

Firma

Das Bundesbüro der Katholischen Jungschar Österreich in Wien vernetzt die Diözesanbüros der Katholischen Jungschar und koordiniert österreichweite Aktionen.

Umsetzung

Durch die Motivation, eine/n behinderte/n MitabeiterIn einzustellen, schaffte man im April 2001 den begünstigten Arbeitsplatz. Der neue Kollege, Herr K.Q. wurde 1982 geboren. Er ist geistig und körperlich beeinträchtigt und hat aufgrund dessen besondere Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten. Eine Kollegin übernimmt die Funktion einer begleitenden Arbeitsaufsicht: Sie überwacht die Einhaltung längerer Pausen zur Regeneration und teilt seine Aufgaben ein.

Rahmenbedingungen

Das AMS finanzierte ein einjähriges Arbeitstraining (100 Prozent der Lohnkosten plus anteilige Sonderzahlungen) zur Gänze und das zweite Arbeitsjahr zum Teil (50 Prozent der Lohnkosten). Die Arbeitsassistenz der Integration Wien begleitete das Arbeitstraining, informierte den Arbeitgeber über Fördermöglichkeiten und half beim Ausfüllen der Förderanträge an den zuständigen Stellen. Das Bundessozialamt Wien gewährte nochmals einen Lohnkostenzuschuss (LKZ) von 50 Prozent für das dritte Beschäftigungsjahr.

Zeithorizont

Von Oktober 2000 bis März 2001 erfolgte das Arbeitstraining im Büro der Bundesorganisation. Seit April 2002 besteht ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. 2008 ist Herr K.Q. nach wie vor im Unternehmen angestellt und gut in den Arbeitsalltag integriert.

Entwicklungspotential

Alle MitarbeiterInnen kennen Herrn K. Q. als freundlichen, hilfsbereiten und offenen Kollegen. Mit Hilfe von verschiedenen Trägern (Land, Bund, AMS) und der großen Bereitschaft des Arbeitgebers, der Betriebsrätin sowie der KollegInnen konnte K.Q. im Sinne der Integration einen dauerhaften Arbeitsplatz erlangen. "Es ist eine ständige Herausforderung an das ganze Team. Man muss sich bewusst darauf einlassen" betont die Vorgesetzte.