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Best Practice Beispiel

Küchenhilfe in einer Pizzeria

Frau N. C. (geb. 1968) arbeitet als Küchenhilfe in der Pizzeria Rialto in Tirol.  Die positiven Erfahrungen des Restaurantleiters mit der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen führten zur Anstellung von Frau C. Durch einen Job Coach der Lebenshilfe Tirol wurden Arbeitgeber und Arbeitnehmerin beim Berufseinstieg unterstützt.

Arbeitsplatzbeschreibung

Der Betriebsinhaber suchte gezielt nach einem/r begünstigten MitabeiterIn, um die Integration von Menschen mit Behinderungen zu fördern. Das Aufgabenfeld umfasst das Waschen, Putzen und Schneiden von Gemüse, das Anrichten von Salaten und unterstützende Tätigkeiten bei der Fertigung der Speisen – kurz die Kalte Küche.

Firma

Die Pizzeria Rialto ist ein ganzjährig geöffnetes italienisches Spezialitätenrestaurant in St. Johann in Tirol. Der Inhaber der Pizzeria ist zugleich Mitgründer und Obmann des Vereins Rialto. Dieser Verein berät und vertritt Tourismus und Wirtschaft in ihren Interessen rund um die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen.

Planung und Umsetzung

Seit Juli 2002 ist die ausgebildete Küchenhilfe (Jahrgang 1968) mit besonderen Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten in der Pizzeria im Ausmaß von 24 Wochenstunden beschäftigt. Frau C. unterzeichnete einen auf zwei Jahren befristeten Arbeitsvertrag, der um ein Jahr verlängert werden konnte. Nach Ablaufen der AMS Förderung wurde gemeinsam mit dem Job Coach der Lebenshilfe Tirol ein neuer Arbeitsvertrag in Übereinstimmung mit den Fördermitteln der Landesregierung erarbeitet, der befristet ist und alle zwei bis drei Jahre bei etwaigen Änderungen der Rahmenbedingungen angepasst werden kann.

Aufgrund der arbeitsbegleitenden Förderung und Anleitung durch die ArbeitskollegInnen einerseits und durch einen gut strukturierten Arbeitsablauf andererseits funktionierte die Einschulung von Frau C. problemlos.

Unterstützung

Ein Job Coach der Lebenshilfe Tirol unterstützte den Arbeitgeber bei den Anträgen um Förderungen. Das AMS finanzierte zur Gänze die zweimonatige Arbeitserprobung als unverbindliche Integrationshilfe.

Ab Bestehen eines festen Dienstverhältnisses gewährte das AMS einen Lohnkostenzuschuss von 50 Prozent des Bruttolohnes, befristet auf ein Jahr. Das Land Tirol stellte daraufhin für ein weiteres Jahr diesen Zuschuss zur Verfügung. Danach wurde eine Förderung beim Bundessozialamt beantragt. Dieser Lohnkostenzuschuss wird bis heute beansprucht. Die Anträge für die Förderungen sind jährlich neu zu stellen.

Wegen der guten finanziellen Förderung des Arbeitsverhältnisses bezahlt der Dienstgeber die Jahreskarte für den Zug zwischen dem Heimatort und dem Dienstort von Frau N. C.

Entwicklungspotential

Das Engagement und die Erfahrung des Restaurantinhabers und der MitarbeiterInnen mit dem Thema Behinderung unterstützten das Gelingen der Integration wesentlich.

Der Restaurantleiter ist Gründungsmitglied des im Frühjahr 2003 entstandenen Vereines „Rialto“. Idee des Vereines ist es, neben Veranstaltungen zum Thema Behinderung, auch anderen Betrieben zu zeigen, wie gut die Integration von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit Behinderungen funktionieren kann.

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