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Best Practice Beispiel

Küchenhilfe in einer Großküche

Frau C. H. (geb. 1985) arbeitet als Küchenhilfe 20 Stunden pro Woche in der Burgenländischen Elektrizitätswirtschaft AG (BEWAG). Frau H. hat Konzentrationsschwierigkeiten. Im Rahmen der Einschulung erhielt der Dienstgeber praktische Unterstützung bei der Beantragung von Förderungen vom Integrationsfachdienst „Rettet das Kind“.

Arbeitsplatzbeschreibung

Frau C. H. arbeitet in einem Ausmaß von 20 Wochenstunden als Küchenhilfe. Sie unterstützt die Küchenbrigade in der Vorbereitung der Speisen, hilft im Service sowie bei der Reinigung der Küche und des Geschirrs.

Firma

Die BEWAG (Burgenländische Elektrizitätswirtschaft Aktiengesellschaft) als jüngste Landesenergieversorgungsgesellschaft Österreichs beschäftigt 536 MitarbeiterInnen. Die BEWAG erhielt 2003 den Job-Oskar für besondere Bemühungen um berufliche Integration.

Planung und Umsetzung

Eigentlich wurde für eine freie Stelle auf Vollzeitbasis eine qualifizierte Küchenhilfe gesucht. Durch die soziale Gesinnung des Arbeitgebers und durch die Fördermöglichkeiten motiviert, stimmten die Geschäftsleitung und der Küchenchef der Schaffung einer zusätzlichen Arbeitsstelle zu.

Der positiv verlaufene Schnuppertag Ende Oktober 2002 führte ab dem 2. Dezember 2002 zu einem unbefristeten Arbeitsverhältnis.

Die 1985 geborene Arbeitnehmerin ist von 8 bis 12 Uhr in der Betriebsküche tätig. Eine Arbeitsassistentin betreute den Bewerbungsprozess, informierte den Arbeitgeber über Förderungsmöglichkeiten und unterstützte das Ausfertigten der Förderanträge an das Bundessozialamt.

Unterstützung

Eine Arbeitsassistentin und ein Arbeitsbegleiter von „Rettet das Kind Burgenland“ unterstützten die neue Arbeitnehmerin die ersten drei Monate im Betrieb und gestalteten gemeinsam mit dem Küchenchef die Arbeitsinhalte von Frau C. H.

Für das erste Arbeitsjahr wurden vom Bundessozialamt Förderungen in der Höhe von 80 Prozent der Bruttolohnkosten, für das weitere Dienstjahr 60 Prozent als Dienstgeberzuschuss gewährt. Wegen der fixen Übernahme durch die BEWAG wurde ein weiteres Jahr an Förderungen zugesagt. Arbeitsorganisatorisch wurden die Arbeitsinhalte der zusätzlichen Arbeitsstelle auf die besonderen Bedürfnisse der neuen Küchenhilfe mit Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten adaptiert. Zusätzlich richtete man an ihrem Arbeitsplatz eine Sitzgelegenheit ein.

Entwicklungspotential

Der Küchenchef, die KollegInnen und die Arbeitsassistenz von „Rettet das Kind“ beurteilen die Eingliederung der neuen Arbeitnehmerin als sehr gut. Laut Arbeitgeber zeichnete sich die Arbeitnehmerin von Anfang an besonders durch ihre Freundlichkeit und ihre Lernwilligkeit aus und hat sich schon auf ihrem Arbeitsplatz bewährt:

"Wir sind mit Frau H. sehr zufrieden. Sie hat sich zu einer selbstbewussten jungen Frau entwickelt, die in ihrer kindlich–selbstbewussten Art, sich anderen mitzuteilen, "gut ankommt".

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