Best Practice Beispiel
Marketingmitarbeiterin
Frau G. L. (geb. 1984) arbeitet seit 2006 bei IBM Österreich. In der Marketing-Abteilung ist Frau L. heute unter anderem mit Eventplanung beschäftigt. Eine persönliche Assistentin der Wiener Assistenzgenossenschaft begleitet Frau L., die einen Rollstuhl benützt, auf ihrem täglichen Arbeits- und Heimweg.
Arbeitsplatz
Frau G. L. arbeitet in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis im Ausmaß von 38,5 Stunden in der Marketing-Abteilung der Firma IBM Österreich. Die Angestellte übt dabei eine Support-Funktion im Bereich Administration und Eventplanung aus.
Firma
Das Kerngeschäft des weltweit agierenden Konzerns IBM ist die Erfindung, Entwicklung und Herstellung von Produkten der Informationstechnologie sowie Consulting und IT-Services. Das Unternehmen nimmt in diesem Bereich eine führende Rolle ein. Das Produktspektrum umfasst Computersysteme, Software, Netzwerke, Speichertechnologie bis hin zu Mikroelektronik, sowie Consulting und IT-Services.
Planung und Umsetzung
Frau G. L. wurde 1984 geboren und hat seit ihrer Geburt spastische Tetraparese, darum benützt sie einen Rollstuhl. Über eine Kooperation mit dem Schulzentrum Ungargasse kam Frau L. erstmals in Kontakt mit dem Unternehmen.
Im Rahmen eines Mentoring-Programmes (IBM Mentor Place) konnte Frau L. ein Ferialpraktikum in der Marketing-Abteilung absolvieren. Nach ihrem Schulabschluss wurde ihr eine Position als Sales Assistentin angeboten, in der sie auch einige Jahre tätig war. Im Jahr 2010 hat Frau L. in die Marketing-Abteilung gewechselt. Frau L. hat eine persönliche Assistenz, die sie auf dem täglichen Weg zur bzw. von der Arbeit begleitet.
Unterstützung
Die Arbeitsassistenz wird durch die Wiener Assistenzgenossenschaft (WAG) zur Verfügung gestellt.
Das Gebäude von IBM ist seit einigen Jahren barrierefrei gestaltet. In den letzten Jahren wurde noch die Anzahl der barrierefrei zugänglichen Toiletten aufgestockt. Den Großteil der Investitionen für die Adaptierungsmaßnahmen finanzierte das Unternehmen IBM selbst. Das Bundessozialamt, das als wichtige Anlaufstelle für das Unternehmen immer beratend zur Seite steht, gewährte eine Investitionsförderung (Baukostenzuschuss).
Entwicklungspotential
IBM schätzt vor allem Frau L's Einsatzbereitschaft: „Sie erledigt alle Aufgaben mit großer Sorgfalt zur vollen Zufriedenheit ihrer Kollegen und Vorgesetzten.“
Frau L. selbst sagt über das Unternehmen: "Ich arbeite gerne bei IBM, weil ich denke, dass IBM eine Firma mit Erfolgsgedanken ist, in der auch der soziale Diversity-Aspekt stark berücksichtigt wird."
