Best Practice Beispiel
Transportfahrer
Herr S. E. (geb. 1950) begann im Juli 2004 seine Tätigkeit als Fahrer bei der Doku Service GmbH. Seine körperlichen Einschränkungen durch sein Wirbel- und Bandscheibenleiden werden mittels diverser Arbeitsbehelfe (Hubstapler und kleines Wagerl) kompensiert.
Arbeitsplatzbeschreibung
Das Tätigkeitsfeld des Transportfahrers bei der Doku Service GmbH umfasst die Abholung und bei Bedarf die Rücklieferung der Papierdokumente in ganz Oberösterreich, Salzburg und Wien. Unter anderem ist Herr E. zuständig für die datengeschützte Vernichtung des Papiers (Dokumente). Er übernimmt die Besorgung von Materialien (Büromaterial, Kopierpapier, technische Arbeitsbehelfe,...) die zur Erstellung der Dienstleistungen notwendig sind.
Firma
www.dokuservice.at bietet Dienstleistungen in der elektronischen Datenverarbeitung. Für Großunternehmen und Behörden werden Dokumente und Papierbelege elektronisch erfasst. Im Unternehmen sind 17 MitarbeiterInnen beschäftigt.
Planung und Umsetzung
Herr S. E. wurde 1950 geboren. Er hat Wirbel- und Bandscheibenleiden als Folge seiner langjährigen Tätigkeiten im Molkereiwesen. Weiters ist er hörbeeinträchtigt und leidet an überhöhtem Cholesterin.
Der Zugang zur Firma wurde über eine Stiftungsmaßnahme geschaffen. Im Juli 2004 begann Herr E. mit der Tätigkeit bei Doku Service. In den ersten drei Monaten wurde er in unterschiedliche Tätigkeiten eingeschult. Danach erfolgte die eigenverantwortliche Übernahme der Logistiktätigkeiten (Abholung, Retourlieferung und Vernichtung von Papierdokumenten), sowie der Bürohilfstätigkeiten.
Unterstützung
Der Kontakt zwischen Herrn E. und dem Unternehmen wurde durch die ALU-Stiftung Ranshofen hergestellt.
Grundsätzlich mussten keine baulichen Adaptierungen vorgenommen werden. Herr E. verwendet Arbeitsbehelfe, wie ein kleines Wagerl bzw. einen Hubstapler für Transporttätigkeiten. S. E. hat eine relativ freie Zeiteinteilung seiner Arbeitstätigkeiten im Rahmen seiner Arbeitszeiten. Eine fixe Ansprechperson ist für Herrn E. im Unternehmen festgelegt.
Das Bundessozialamt gewährte eine Integrationsbeihilfe. Darüber hinaus gab es keine finanziellen Unterstützungen
Entwicklungspotential
Die Vorgesetzte des Mitarbeiters beschreibt Herrn E. als sehr engagiert und verantwortungsvoll. Seine Arbeiten erledigt S. E. selbstständig und er hat Eigeninitiative bewiesen. Die Geschäftsführung berichtet: „Er ist sehr kontaktfreudig und trägt zum guten Arbeitsklima im Unternehmen bei. Herr E. ist ein fähiger, gewissenhafter und gut einsetzbarer Mitarbeiter.“
