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Best Practice Beispiel

Zimmermädchen

Frau I.H. (geb. 1970) ist seit 2.1.2001 im Hotel Kocher in Oberösterreich angestellt. Aufgrund einer Lernschwäche benötigt Frau I.H. für das Erledigen ihrer Aufgaben mehr Zeit. Das Unternehmen wurde bei der Einstellung und dem Beantragen von Förderungen vom Berufsförderungsinstitut Grieskirchen unterstützt. Frau I.H. gilt als verlässliche und hilfsbereite Mitarbeiterin.

Arbeitsplatzbeschreibung

Gesucht wurde eine weibliche Mitarbeiterin als Zimmermädchen auf Vollzeitbasis, die selbstständig Zimmer betreut und Reinigungsarbeiten in allen Hotelräumen durchführt.

Firma

Das Vier-Sterne-Panoramahotel Kocher in Oberösterreich beschäftigt sieben MitarbeiterInnen. Den Homer Anerkennungspreis 2002 für Unternehmen in der Kategorie unter 25 ArbeitnehmerInnen erhielt das Hotel für die Einstellung zweier Arbeiternehmerinnen mit Behinderungen.

Umsetzung

Frau I.H. war bis zum Zeitpunkt der Einstellung im Hotel Kocher im Behindertenhof Tollet untergebracht. Nach einem Betriebspraktikum haben wir sie am 2.1.2001 eingestellt. In der ersten Zeit wurden wir noch vom Hof Tollet betreut, jetzt aber nicht mehr. Eine Arbeitsassistenz wurde bei Frau H. noch nicht benötigt.

Rahmenbedingungen

Frau I.H. kam 1970 ohne Nase auf die Welt, hat Probleme mit der Hüfte und eine Lernschwäche. Wir haben für Frau H. ein eigenes Zimmer mit Dusche und WC gebaut. Weiters musste der Tagesablauf neu geplant werden, damit alles zeitgemäß zu schaffen ist.

Zeithorizont

Wir glauben, dass Frau H. bei uns „alt werden wird“. Wenn sie das möchte und keine gravierenden Schwierigkeiten auftreten, ist das auch für uns durchaus denkbar. Eine Entgeltbeihilfe wird 2008 für Frau H. erhalten, jedoch sind die Förderungen eher gering bemessen.

Entwicklungspotential

Mit Frau H. haben wir eigentlich fast nur gute Erfahrungen gemacht. Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Sie ist arbeitswillig, äußerst hilfsbereit und verlässlich. Frau H. führt o.a. Tätigkeiten willig aus, braucht allerdings für jeden Arbeitsgang entsprechend viel Zeit und in Stresssituationen kann es leicht zu einer Blockade kommen. Frau I.H. erledigt ihre Aufgaben gut (unter ständiger Kontrolle, die dabei eine wesentliche Rolle spielt) (Jahr 2008).