Unterstützung für Jugendliche
Spezielle Unterstützungsangebote gibt es für Jugendliche mit Lernbehinderungen oder sozialen/emotionalen Behinderungen.Berufsorientierung – SchülerInnenberatung
Im Jahr 1998 wurde für die 7. und 8. Schulstufe der Allgemeinen Sonderschule der Unterrichtsgegenstand „Berufsorientierung“ als verbindliche Übung eingeführt. Dieser Unterricht soll dazu dienen einen ersten Einblick ist das Berufsleben zu bekommen und herauszufinden welche Interessen und Neigungen die/der Jugendliche in Bezug auf das spätere Berufsleben hat.
Es sollen auch falsche Erwartungen richtig gestellt werden. Der Unterricht zur Berufsorientierung wird ergänzt durch die SchülerInnenberatung, welche von speziell ausgebildeten LehrerInnen angeboten wird. Diese sollen Jugendliche bei ihrer Bildungs- und Berufsentscheidungen unterstützen.
Berufsvorbereitungsjahr
Da gerade der Übergang von der Schule in den Beruf für Jugendliche mit Behinderungen eine große Bedeutung hat, und berufsqualifizierende Maßnahmen in dieser Zeit besonders wichtig sind, wurde im Schuljahr 2001/2002 mit einer 9. Schulstufe an Sonderschulen die Berufsvorbereitung mit speziellem Lehrplan verpflichtend eingeführt.
SchülerInnen sollen lernen ihre Lebens- und Berufsperspektiven zu entwickeln, um so auf die zukünftige Integration ins Berufsleben bestmöglich vorbereitet zu sein. Der Lehrplan des Berufsvorbereitungsjahres gilt auch für SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Integrationsklassen an Polytechnischen Schulen sowie vereinzelt auch an berufsbildenden Schulen.
Clearing
Clearing ist ein Projekt, das von den Landesstellen des Bundessozialamtes in Kooperation mit den jeweiligen Schulstandorten angeboten wird. Clearing bietet Jugendlichen mit Behinderungen bis 24 Jahren eine Beratung, Betreuung und Begleitung beim Übergang von der Schule in den Beruf an.
Das Angebot ist freiwillig und kostenlos. Ein Clearingteam führt mit den Jugendlichen Neigungs- und Fähigkeitsanalysen durch und erarbeitet mit ihnen einen individuellen Entwicklungsplan. Ziel ist es einen optimalen und nach den Wünschen des/r Jugendlichen passenden Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden.
Die Clearing-Maßnahmen können in der Projektdatenbank eingesehen werden.
Integrative Berufsausbildung
(Berufsausbildungsassistenz) Seit dem Jahr 2003 bietet das neue Berufausbildungsgesetz für Jugendliche mit Behinderungen zwei Modelle der integrativen Berufsausbildung an. Es gibt die Möglichkeit einer verlängerten Lehre (um max. 2 Jahre) oder die Ausbildung einer Teilqualifikation eines Lehrberufes.
Weiters wird eine individuelle Festlegung der Ausbildungsziele vorgenommen, um so auf die speziellen Anforderungen der Jugendlichen einzugehen.
Job Coaching für Jugendliche
Das Job Coaching kann als individualisierte Arbeitsassistenz gesehen werden. Die Jobcoaches unterstützen Jugendliche mit Behinderungen z.B. auf ihrem Weg in die Arbeit, bei der Eingliederung in die Strukturen des Betriebes und um den Anforderungen am Arbeitsplatz gerecht zu werden.
Jugendarbeitsassistenz
Jugendlichen wird die Dienstleistung einer eigenen Arbeitsassistenz, welche mit der Behindertenmilliarde adaptiert wurde, angeboten. Die Arbeitsassistenz hilft den Jugendlichen bei der Zukunfts- und Laufbahnplanung sowie bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz. Die Jugendarbeitsassistenz ist sowohl eine Serviceeinrichtung für Jugendliche als auch für Betriebe, um Problemen im Arbeitsalltag von behinderten Jugendlichen zu lösen. Bei Eingehen eines Dienstverhältnisses wird im Bedarfsfall auch Arbeitsbegleitung angeboten.
Nachreifungsprojekte
Jugendliche mit Behinderungen haben häufig Schwierigkeiten, direkt nach der Schule in Qualifizierungsprojekte einzusteigen und diese erfolgreich zu absolvieren. Es werden daher zuerst Nachreifungsprojekte angeboten, um Jugendliche für die Teilnahme an Qualifizierungsprojekten vorzubereiten. Häufig geht es auch um die Vermittlung von grundsätzlichem Verhalten in der Arbeitswelt (z.B. Pünktlichkeit, Einordnung, Leistungserbringung, etc.).
Qualifizierungsprojekte
Die Palette von Qualifizierungsprojekten reicht von Anlehren im handwerklichen Bereich (z.B. Tischlerei) über den gastronomischen Bereich (Koch/Köchin, KellnerIn, KüchengehilfIn), den Gartenbereich (GartenhelferIn) und dem Bürobereich bis hin zu EDV-Qualifizierungen. Integrationsbeihilfen Im Rahmen von Integrationsbeihilfen werden Betriebe, wenn sie behinderte Jugendliche einstellen, (finanziell) unterstützt.
Weblinks zu Beratungseinrichtungen
- Berufsausbildungsassistenz
- Bundessozialamt: Zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung mit Schwerpunkt in der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung.
- dabei: Dachverband berufliche Integration
- Elternnetzwerk - Wien: Interessensvertretung von und für Eltern behinderter Kinder und Jugendlicher
- faktor.i - Wien: Informationszentrum für junge Menschen mit Handicap
- Jugend am Werk - Wien: Organisation zur Unterstützung Jugendlicher bei der Berufsausbildung
