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Mehr Gesundheitsförderung für Menschen mit Beeinträchtigung

07.10.2009

Mit Ungleichheiten im Gesundheitsbereich befasste sich am Donnerstagnachmittag eines der Foren des European Health Forum Gastein (EHFG). In der Europäischen Union leben etwa 65 Millionen Personen mit Behinderung. Einer schwedischen Studie zu Folge hat rund ein Drittel der beeinträchtigten Menschen mit erschwerten Bedingungen im Gesundheitsbereich zu kämpfen.

Oftmals sei medizinisches Personal zu wenig ausgebildet, um beispielsweise mit geistig beeinträchtigten Menschen richtig umgehen zu können. Mit zusätzlichen Schwierigkeiten müssen Menschen mit psychologischen und neurologischen Erkrankungen (Anm. beispielsweise Autismus) oft im Umgang mit Ärzten rechnen. Ein barrierefreier Zugang müsse zudem vermehrt beim Aufsuchen von Fachärzten gegeben sein. In diesen Bereichen hinterlässt die Wirtschaftskrise tiefe Spuren, da die Investitionen in diesem Bereich besonders betroffen sind.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion zeigten die Experten auch neue Richtungen für die Gesundheitsforschung der Zukunft auf. "Die sozialen Gesundheitsdeterminanten verändern sich im selben Ausmaß wie sich die Gesellschaft wandelt", betonte Fiona Adshead, Leiterin des Departments für chronische Krankheiten und Gesundheitsförderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es gebe immer mehr chronische Erkrankungen auf die sich die Medizin, die Behandlungsmethoden aber auch die Forschung einstellen müssten.

Besonders in Anbetracht der Finanzkrise sei eine intensive Beschäftigung mit Maßnahmen der Gesundheitsförderung gefragt. Aus Krisen würden oft gesellschaftliche Veränderungen hervorgehen und Politik, Soziologie und Medizin müssten gemeinsam auf diesen Wandel eingehen.

Quelle: APA

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