Aktuelles
Menschen mit Behinderungen doppelt so stark von Armut betroffen
12.01.2010
82 000 Menschen mit Behinderungen sind in Österreich von Armut betroffen, macht die Armutskonferenz auf die aktuelle Situation aufmerksam. Damit ist ihr Armutsrisiko doppelt so hoch wie das der Restbevölkerung, macht Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk auf die Problematik aufmerksam.
Im Vergleich mit anderen Bevölkerungsgruppen, die ein hohes Armutsrisiko aufweisen, tritt bei Personen mit Behinderung hohe manifeste Armut und hohe soziale Ausgrenzung gleichzeitig auf. Wer mit einer Behinderung wenig finanzielle Möglichkeiten hat, hat auch weniger gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten und ist von stärkerer sozialer Ausgrenzung bedroht. Und umgekehrt. Wer durch eine Behinderung in zentralen gesellschaftlichen Bereichen geringeren Zugangsmöglichkeiten ausgeliefert ist, hat auch geringere ökonomische Mittel zur Verfügung, so Diakonie-Sozialexperte Schenk.
38 000 Personen mit Behinderung können ihre Wohnung nicht angemessen warm halten, 96 000 leben in überbelegten Wohnungen, 85 000 sind mit wichtigen Zahlungen im Rückstand.
Als mögliche Ursache wird die prekäre Situation behinderter Menschen am Arbeitsmarkt genannt. Diese ist geprägt von kurzfristigen Beschäftigungsverhältnissen, Leasingarbeiten und Phasen der Erwerbslosigkeit.
Deshalb sprechen sich Experten für eine massive Investition in die aktive Arbeitsmarktpolitik bei gleichzeitiger Existenzsicherung Erwerbsloser aus. Grundsätzlich helfen Einkommensarmen Investitionen in Dienstleistungen, die sie im Alltag unterstützen so unter anderem Jobs, von denen man leben kann, heißt es abschließend.
Weitere Informationen finden sich hier.
Quelle: OTS
Im Vergleich mit anderen Bevölkerungsgruppen, die ein hohes Armutsrisiko aufweisen, tritt bei Personen mit Behinderung hohe manifeste Armut und hohe soziale Ausgrenzung gleichzeitig auf. Wer mit einer Behinderung wenig finanzielle Möglichkeiten hat, hat auch weniger gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten und ist von stärkerer sozialer Ausgrenzung bedroht. Und umgekehrt. Wer durch eine Behinderung in zentralen gesellschaftlichen Bereichen geringeren Zugangsmöglichkeiten ausgeliefert ist, hat auch geringere ökonomische Mittel zur Verfügung, so Diakonie-Sozialexperte Schenk.
38 000 Personen mit Behinderung können ihre Wohnung nicht angemessen warm halten, 96 000 leben in überbelegten Wohnungen, 85 000 sind mit wichtigen Zahlungen im Rückstand.
Als mögliche Ursache wird die prekäre Situation behinderter Menschen am Arbeitsmarkt genannt. Diese ist geprägt von kurzfristigen Beschäftigungsverhältnissen, Leasingarbeiten und Phasen der Erwerbslosigkeit.
Deshalb sprechen sich Experten für eine massive Investition in die aktive Arbeitsmarktpolitik bei gleichzeitiger Existenzsicherung Erwerbsloser aus. Grundsätzlich helfen Einkommensarmen Investitionen in Dienstleistungen, die sie im Alltag unterstützen so unter anderem Jobs, von denen man leben kann, heißt es abschließend.
Weitere Informationen finden sich hier.
Quelle: OTS
