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Studie zur (baulichen) Barrierefreiheit veröffentlicht
18.05.2010
(OTS, Red.) Unternehmen stehen der Anstellung von Menschen mit Behinderung eigentlich positiv gegenüber, nehmen aber vor Neuanstellungen aus mehreren Gründen Abstand: Unkenntnis über das Knowhow und die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung und der erhöhte Kündigungsschutz sind die Motive, die Unternehmen primär gegen die Anstellung behinderter Menschen anführen. So die Kernaussage einer unlängst präsentierten Studie der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien.
Die im Auftrag des Österreichischen Zivilinvalidenverbandes erstellte Analyse des Instituts für interdisziplinäre Nonprofit Forschung beleuchtet die Situation von Menschen mit Behinderung am ArbeitsmarktFirmen - so die neue Studie - haben das Vorurteil, dass behinderte Menschen den Leistungserwartungen nicht gerecht werden. Im Einzelfall sollte geprüft werden, ob eine Bewerberin oder ein Bewerber die Fähigkeiten hat, einen Job gut zu machen. Eine Behinderung darf dabei kein K.O- Kriterium sein.
Darüber hinaus befinden die Studienautoren, dass Barrierefreiheit ein Thema ist, mit dem sich Unternehmen auseinandersetzen. Allerdings wird der barrierefreien Gestaltung von Kundenbereichen der Vorrang gegenüber der barrierefreien Gestaltung von Betriebsflächen und Mitarbeiterbereichen eingeräumt.
Aus den Erkenntnissen wurden konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet, welche der beruflichen Integration entgegenstehen:Das Spektrum reicht über verstärkte Informationsmöglichkeiten für Klein und Mittelbetriebe (KMU’s) über Förderungsmöglichkeiten bis zur Erarbeitung alternativer Vorschläge zum Kündigungsschutz. In diesem Zusammenhang wird auch der Appell an behinderte Menschen gerichtet, „sich von Rückschlägen bei Bewerbungen nicht entmutigen zu lassen und sich immer wieder zu bewerben,“
Download der Studie
www.oeziv.org.at
