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Menschen mit Mobilitätseinschränkung erklimmen die Berge – Eine Gebirgstrage sollte es möglichen
16.07.2010
(APA, Red.) - Um Menschen mit Behinderung das Erlebnis Bergwelt zu ermöglichen, hat der Tiroler Verein "RollRinn" eine neuartige Gebirgstrage entwickelt. Nach einer rund eineinhalbjährigen Realisierungsphase gab es nun die die erste Bewährungsprobe.
Der Tiroler Verein "RollRinn" hat sich zum Ziel gesetzt, den Behindertensport breitenwirksam zu unterstützen. Mit Daniel Platzer, Vereinsmitglied und selbst seit Geburt gehbehindert, wurde die entwickelte Trage getestet. Mit der "Erstbesteigung" der 2.285 Meter hohen Neunerspitze wurde nun ein langgehegter Traum erfüllt.
"Die Idee wurde aus dem Wunsch Daniels geboren, einmal Rinn von oben zu sehen", schilderte der Obmann des Vereins, Bernhard Triendl, im Gespräch mit der APA. Erstmals habe man Anfang 2009 über die Entwicklung einer derartigen Trage gesprochen. Im Herbst 2009 erreichte die Planungsphase schließlich ihren Höhepunkt, ehe im Frühjahr 2010 die Fertigung folgte. "Am 26. Juni haben wir eine Probewanderung absolviert, um anschließend letzte Anpassungen durchzuführen", erzählte der Obmann.
Bernhard Triendl kann sich durchaus vorstellen, dass die von seinem Verein entwickelte Trage Schule machen könnte. Gerade für Tourismusgemeinden dürfte es interessant sein, eine derartige Möglichkeit für Menschen mit Mobilitätseinschränkung in ihr Angebot aufzunehmen, gibt sich der Obmann überzeugt.
Bei RollRinn besteht ab jetzt die Möglichkeit, die Gebirgstrage auszuleihen und zu testen.
Nähere Informationen auf: http://www.rollrinn.at
