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Schweiz will keine Quotenregelung für größere Unternehmen
30.12.2010
Schweiz-(NZZ-Online, Red.) Größere Unternehmen sollen nicht verpflichtet werden, bestimmte Anteile ihrer Arbeitsplätze für Behinderte freizuhalten. Der SchweizerNationalrat hat sich gegen fixe Quoten ausgesprochen.
Wie die Neue Züricher Zeitung online berichtet, wollte die Sozialkommission des Schweizer Nationalrates (SGK) Firmen mit mehr als 250 Arbeitsplätzen verpflichten, mindestens ein Prozent ihrer Arbeitsstellen für Behinderte zu reservieren.
Entschieden gegen Quoten eingetreten sind die bürgerlichen Parteien der SVP, FDP und BDP. Alle Erfahrungen aus dem Ausland hätten negative Resultate gebracht, wird von einigen Abgeordneten angeführt. Überall wo es Quoten gebe, funktioniere die Integration Behinderter schlechter als in Ländern ohne. Die nordischen Länder hätten auf Quoten verzichtet, Großbritannien habe sie wieder abgeschafft.
Integration dürfe jedoch nicht nur ein Lippenbekenntnis sein. Nur mit Quoten könnten genügend Arbeitsplätze geschaffen werden, waren sich die linken Parteien der Grünen und SP einig.
Der Schweizer Sozialminister Didier Burkhalter sprach sich ebenfalls gegen Quoten aus räumte jedoch ein, dass die Firmen bis anhin noch nicht genug täten. Doch stehe die Schweiz im internationalen Vergleich gut da, auch gegenüber Ländern mit Quoten wird Burkhalter zitiert.
Der Nationalrat lehnte den Vorschlag der Kommission mit 114 zu 74 Stimmen ab.
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NZZ-Online