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Demografische Entwicklung stellt uns vor neue Herausforderungen
26.07.2011
Wien (Pressestelle Careermoves, Red.) - Das Thema „Mitbürger mit gesundheitlichen Einschränkungen“ nimmt aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung an Bedeutung immer mehr zu. Daher wird auch der Bereich Menschen mit einer Behinderung für die gesellschaftliche Entwicklung und die Situation am Arbeitsplatz an Relevanz zunehmen, waren die Podiumsteilnehmer bei der, am 26. Juli stattfinden Pressekonferenz der Online-Jobplattform Career Moves in Wien überzeugt.
EU-Studien zu Folge liegt die Erwerbsquote von Menschen mit Einschränkungen bei nur 30 Prozent, in Österreich bei 65 Prozent. Jedenfalls zeige die demographische Entwicklung, dass durch die Überalterung der Bevölkerung ein Arbeitskräftemangel nur dadurch ausgeglichen werden könne, wenn die Wirtschaft das Leistungspotenzial von Menschen mit Behinderung mehr als bisher in Anspruch nimmt, nennt Mag. Gregor Demblin Mitbegründer der Onlineplattform Career Moves als zukünftige Herausforderungen.
Mag. Norbert Pauser betonte das „Recht auf Teilnahme von Menschen mit einer Behinderung in allen gesellschaftlichen Bereichen“. Pauser Diversity Experte möchte Unternehmen dabei unterstützen, Diversity-Qualitäten auch für den betriebswirtschaftlichen Erfolg messbar zu machen. Dabei werden sechs Kriterien besonders untersucht: Finanzen, Kunden, Arbeitsklima, Lernfähigkeit, Belegschaftsprofil sowie Diversity-Leadership.
Einen deutlichen Akzent setzte Mag. Leopoldine Faber, Diversity-Managerin der UniCredit Bank Austria. Österreichweit beschäftigt das Geldinstitut 280 begünstigt behinderte DienstnehmerInnen. Bereits seit mehreren Jahren wird dem Thema Diversity erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt, allerdings erst seit knapp zwei Jahren dem Bereich Behinderung.
Podiumsteilnehmer Dr. Rolf Gleißner, stellvertretender Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit der Wirtschaftskammer unterstreicht die Bedeutung von KundInnen für zukünftige Unternehmensstrategien. Aber auch im Betriebsalltag müsse man „die Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung neu denken“, so Geißler .
Bisher hätten die heimischen Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeiter jährlich insgesamt Ausgleichszahlungen für die Nichteinstellung in Höhe von 90 Mio. Euro bezahlt, heuer werden es durch die Erhöhung der Ausgleichstaxe wahrscheinlich 120 Millionen sein. Weil ab dem Jahr 2012 immer geburtenschwächere Jahrgänge für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, sei die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung nicht nur eine Diversity-, sondern auch eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, heißt es abschließend in der Presseaussendung.
