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Vorarlberger Sozialpartner diskutierten arbeitsmarkt- und bildungspolitische Schwerpunkte

21.07.2011

Vorarlberg (OTS, Red) - Maßnahmen zur Behebung des Facharbeitermangels, Investitionen in die Bildung, Eingliederungshilfe in den Arbeitsmarkt wo notwendig - so lauten die Kernergebnisse des Sozialpartnergipfels im Landhaus in Bregenz. "Land, AMS und Sozialpartner ziehen an einem Strang", resümiert Landeshauptmann Herbert Sausgruber. Allein für arbeitmarktpolitische Schwerpunkte stellen Land und AMS heuer mehr als 17,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Arbeitsmarktpolitische Projekte für vom Strukturwandel betroffene Personen, die auch weiterhin Hilfen bei der Reintegration am Arbeitsmarkt benötigen: Hilfe für psychisch und physisch beeinträchtigte Personen oder solche, bei denen aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters oder niedriger Qualifikation Arbeitslosigkeit befürchtet werden muss. Die Hilfsmaßnahmen umfassen insbesondere die "Arbeitsstiftung Vorarlberg" (100 Stiftungsplätze), sowie  Beschäftigungsprojekte für mindestens 650 betroffene Langzeitarbeitslose. Für diesen Schwerpunkt werden für rund 750 betroffene Arbeitslose acht Millionen Euro eingesetzt. Die Finanzierung erfolgt durch Land (27 Prozent) und AMS (73 Prozent).

Weitere arbeitsmarktpolitische Maßnahmen:

  • Ausbau der Unterstützung für Kindergarten-, Sprach- und individuelle Förderung,
  • für Kinder- und Schülerbetreuung (inklusive Ganztagesmodellen) werden heuer 10,5 Millionen Euro bereit gestellt,
  • die Vorarlberger Mittelschule wird von einem Prozess begleitet, der sich über die 7. - 9. Schulstufe erstreckt. Im Mittelpunkt stehen die rechtzeitige individuelle Potentialanalyse sowie Laufbahnberatung. Projekt ACHT plus
  • jeder arbeitslose Jugendliche erhält ein Qualifizierungs- und/oder Integrationsangebot. (etwa Produktionsschulen Bregenz und Bludenz welche für rund 100 Jugendliche die Lehrlingsausbildung oder das Nachholen des Hauptschulabschlusses ermöglichen sollten).

Am Sozialpartnergipfel auf Einladung von Landeshauptmann Sausgruber nahmen teil: Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser und Bildungslandesrat Siegi Stemer, die Präsidenten von Wirtschafts- und Arbeiterkammer, Manfred Rein und Hubert Hämmerle, die Präsidenten von ÖGB und Industriellenvereinigung Vorarlberg, Norbert Loacker und Hubert Bertsch, AMS-Landesschef Anton Strini, AK-Vizepräsidentin Manuela Auer und AK-Direktor Rainer Keckeis, IV-Geschäftsführerin Michaela Wagner sowie der frühere Lehrlingsbeaufragte der Bundesregierung, Egon Blum.

Nachdem Österreich die  Wirtschaftskrise - besser und rascher als die meisten europäischen Staaten überwunden hat, sind die Arbeitslosenzahlen in Vorarlberg wieder stark gesunken. Land, AMS und Sozialpartner waren sich aber darin einig, dass ein neuer Maßnahmenmix von Integrationshilfen für Personen mit Vermittlungshandicaps einerseits und Qualifizierungsanstrengungen für qualifizierungsfähige Personen andererseits notwendig ist.


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