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Meine Chance - Ihr Nutzen: Startschuss der Jobkampagne zur beruflichen Integration behinderter Menschen
12.09.2011
Das Ziel der breit angelegten Jobkampagne, die von zahlreichen Institutionen wie Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund, u.a. unterstützt wird, ist es, bestehende Informationsdefizite abzubauen und die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu forcieren.
Eine Beschäftigung scheitert oftmals aufgrund von Informationsdefiziten, fehlenden Erfahrungen oder vorhandenen Befürchtungen sowohl seitens der ArbeitgeberInnen als auch seitens der ArbeitnehmerInnen. Die Praxis zeigt, dass fast ausschließlich Betriebe, die bereits Erfahrung mit der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung haben, eher bereit sind auch weitere Menschen mit Behinderung einzustellen.
„Machen wir es gemeinsam, um die 13000 Tausend Unternehmen zu motivieren, Menschen mit Behinderung anzustellen. Diese Arbeitgeber erfüllen nämlich nicht die Beschäftigungspflicht“, richtet Sozialminister Hundstorfer einen Appell an die Wirtschaft und bedankt sich bei der Unterstützung des ORF. Der Minister gibt an, dass 40 Prozent der MitarbeiterInnen des Sozialministeriums eine Behinderung haben.
„Der demografische Wandel als wesentliche Herausforderung an den Arbeitsmarkt, Konzepte für Unternehmen wie Diversity Management und Corporate Social Responsability (CSR) untermauern die Bedeutung einer Beschäftigung behinderter ArbeitnehmerInnen. Hier sollte mit den im ORF geschalteten Spots ein awareness bei Betrieben(Bewusstsein Anmerkung) geschaffen werden“ meint Wirtschaftsminister Mitterlehner. Er nennt im eigenen Ministerium 117 begünstige MitarbeiterInnen bei einem Personalstand von 2494 Beschäftigten.
Diese Kampagne sollte ebenfalls auf die die Neuregelungen im besonderen Kündigungsschutz aufmerksam machen. Denn begünstigt behinderte Beschäftigte können wie alle anderen DienstnehmerInnen nach 4 Jahren gekündigt werden. Hier sollten Barrieren abgebaut werden, um den Arbeitsmarkt für behinderte Personen durchlässiger zu machen“. Huainigg der selbst eine Behinderung hat, wurde nach Abschluss seines Studiums seitens des AMS mitgeteilt, dass er den Weg in die Pension suchen sollte“, nennt der Behindertensprecher die Beschäftigungsproblematik beim Namen.
„Bildung und Arbeit als Grundwerte für ein selbst bestimmtes Leben die Respekt und Wertschätzung für alle Personen bedeuten sind ein zentraler Bestandteil für alle Menschen. Die Vielzahl an Einrichtungen, welche behinderte Menschen bei der Arbeitsplatzvermittlung unterstützen“, sind bei Unternehmen kaum bekannt, gibt Fr. Königsberger-Ludwig zu bedenken.
Deshalb sollte mit dieser Kampagne einerseits Bewusstsein geschaffen und andererseits wichtige Informationen vermittelt werden, sodass am Ende viele behinderte ArbeitnehmerInnen einen neuen Job erhalten, nennen die Podiumsdiskutanten unisono das Ziel dieser Kampagne.
