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Arbeitslosenstatistik 2011 – Anteil arbeitsuchender Personen mit Behinderung weiter angestiegen

12.01.2012

Österreich (AMS-Statistik, Red.) - Für das Jahr 2011 waren im Schnitt 246702 Personen arbeitslos. Davon werden 6314 Personen mit einer amtlich nachgewiesenen Behinderung und 36439 mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen gezählt. Der generelle Abschwung in der Gesamtarbeitslosenquote trifft für Menschen mit Behinderung nicht zu.

Hinsichtlich der Gesamtarbeitslosigkeit ist im Vergleich zu 2010 ein Rückgang um 1,63 und zu 2009 um 5,23 Prozent zu verzeichnen. Für Arbeitsuchende mit Behinderung ist im Vergleich zu 2010 eine Zunahme um 3,05 und zu 2009 um 6,3 Prozent zu verzeichnen. Für die Gruppe der Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen ist im Vergleich zu 2010 der Anteil um 2,17 und zu 2009 um 2,15 Prozent gestiegen.

Definion Behinderung des Arbeitsmarktservices

Das Arbeitsmarktservice verwendet bei der Zählung der Arbeitsuchenden, sowohl die Definition gemäß einer amtlich nachgewiesenen Behinderung (begünstigt behinderte Menschen, Inhaber eines Behindertenpasses) als auch die Definition „Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen“. Unter diesen Begriff fallen begünstigt behinderte Menschen, Arbeisuchende mit einer Behinderung ohne Begünstigtenstatus, wie auch etwa Menschen mit einer Suchterkrankung.

Der Status begünstigt behindert wird zugesprochen, wenn zumindest ein Grad der Behinderung von 50 Prozent nachgewiesen wird, eine entsprechende Staatsbürgerschaft bzw. Aufenthaltsgenehmigung vorliegt und ein Feststellungsantrag beim Bundessozialamt eingebracht wird.

Anteil der Arbeitsuchenden für 2011 nach Geschlecht, Bundesland, Alter und Ausbildung

Geschlechtsspezifischer Anteil

2011 waren 107607 Frauen und 139095 Männer arbeitsuchend. Somit werden 43,62 Prozent Frauen und  56,38 als arbeitsuchend ausgewiesen. Für Menschen mit Behinderung liegt der Anteil bei Frauen 36,70 Prozent und bei Männern 63,30 Prozent, bei der Gruppe der Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen sind 38,38 Prozent Frauen und 61,62 Prozent der Männer als arbeitsuchend beim Arbeitsmarktservice gemeldet.

Regional

Wien zählt für 2011 mit 11,66 Prozent die niedrigste Quote an Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen gemessen an der Gesamtarbeitslosigkeit. Vorarlberg liegt mit 21,53 Prozent an oberster Stelle.

Alter

Gemessen an der Gesamtarbeitslosigkeit in den jeweiligen Altersgruppen zeigt sich folgendes Bild. Hier werden 6,62 Prozent der Jugendlichen unter 25 Jahre, 12,54 Prozent der 25 bis 44 Jährigen und in der Gruppe der über 45-jährigen 21,61 Prozent  der Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen als arbeitsuchend genannt

Ausbildung

Gemessen an der Gesamtarbeitslosigkeit in den jeweiligen Bildungsgruppen zeigt sich folgendes Bild. Hier werden 17,49 Prozent mit einem Pflichtschulabschluss, 15,69 mit einer Lehrausbildung, 10,36 Prozent mit einer mittleren Berufsausbildung, 6,72 Prozent mit einer höheren Ausbildung und 3,78 Prozent AkademikerInnen genannt.

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