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Praxiserfahrungen

Martin Essl

Vorstandsvorsitzender
bauMax AG

"Die Integration von Menschen mit Behinderung in das bauMax-Team ist für uns aus mehreren Gründen von besonderer Bedeutung.

Zunächst geht es darum, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und den Betroffenen Chancen in der beruflichen Alltagswelt zu bieten.

Der zweite Aspekt ist die Sensibilisierung unserer Mitarbeiter für diese Thematik und die Förderung der sozialen Kompetenz innerhalb unseres Teams.

Drittens wollen wir ein Signal setzen und anderen Wirtschaftstreibenden zeigen, dass eine erfolgreiche Integration möglich ist und dazu beitragen, allfällige Hemmschwellen abzubauen.

Ich möchte aber nicht verhehlen, dass von Seiten der Politiker in dieser Hinsicht noch großer Handlungsbedarf besteht, um die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur erfolgreichen Integration zu verbessern."

Dr. Gerhard Fabisch

Generaldirektor
Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

"Wir investieren in behindertengerechte Arbeitsplätze und barrierefreie Zugänge zu unseren Filialen und Beratungszentren, weil soziale Verantwortung Teil unserer Unternehmenskultur ist. Die Sparkasse hilft Menschen mit Handicaps mit baulichen Maßnahmen wie Farbenwahl, Raumhöhe und Lichteinfall und unterstützt sie darüberhinaus mit betrieblicher Gesundheitsförderung. Unser Slogan "In jeder Beziehung zählen die Menschen" prägt unser Handeln, ob behindert oder nicht spielt dabei keine Rolle."

Hans-Georg Hagleitner

Geschäftsführer der Hagleitner-Gruppe
Hagleitner Hygiene International G.m.b.H.

"Anfänglich war es nicht leicht, behinderte Arbeitnehmer ins Unternehmen zu integrieren. Es galt, Vorbehalte bei den Mitarbeitern abzubauen und Verständnis für einander aufzubauen.

Heute ist es eine Bereicherung für unser Unternehmen und seine Mitarbeiter, behinderte Menschen in unserem Umfeld zu haben.

Nichts ist im Leben selbstverständlich, und wir sind davon überzeugt, dass behinderte sowie nicht-behinderte Arbeitnehmer in der Zusammenarbeit von einander stark profitieren."

Dr. Walter Hanus

Geschäftsführer
IVM Technical Consultants Wien Ges.m.b.H.

"Eigentlich ist die Frage behindert / nicht behindert nicht von Bedeutung. Für uns zählt die Motivation der Mitarbeiter, ihre Bereitschaft sich weiterzuentwickeln, das eigene Potenzial auszuschöpfen und sich so positiv ins Unternehmen einzubringen.

Dabei werden sie von uns gefördert und auf ihrem Karriereweg begleitet, denn nur ein motivierter Mitarbeiter ist die Grundlage für den Unternehmenserfolg."

Mag. Gerhard Hirczi

Leiter Human Resources
Siemens AG Österreich

"Vor sieben Jahren, als wir das Projekt 'Ausbildung von Lehrlingen mit besonderen Bedürfnissen' begonnen haben, war das für uns alle, inklusive unserer Partner, eine Reise ins Ungewisse. Heute wissen wir, dass sich diese Reise gelohnt hat und sogar eine besonders schöne ist.

Was mich persönlich sehr berührt hat: Dass manche unserer Lehrlinge die Gebärdensprache eigens gelernt haben, um mit ihren gehörbehinderten Kollegen besser - und in deren Ausdruckswelt - kommunizieren zu können."

Andreas Kröll

Geschäftsführer
Landw. Ein- u. Verkaufsgenossenschaft Großwilfersdorf reg.Gen.m.b.H.

"Die Lagerhäuser haben nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine soziale Aufgabe im ländlichen Raum zu erfüllen. Dieser Aufgabe werden wir nicht nur durch Lehrlingsausbildung und Schaffung von Arbeitsplätzen gerecht, sondern auch durch die Eingliederung von ArbeitnehmerInnen mit Behinderung in den Arbeitsprozess.

Unsere Erfahrung zeigt, dass ArbeitnehmerInnen mit Behinderung sich sehr stark mit dem Unternehmen identifizieren und ein sehr großes Engagement in ihrem Wirkungsbereich an den Tag legen. Die überwiegend positiven Erfahrungen bestärken uns diesen Weg fortzusetzen."

Dir. Ing. Mag. Hans Lukits

Vorstandssprecher
Burgenländische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (BEWAG)

"Bei uns zählt die individuelle Leistung.

Die können Menschen mit Behinderung auch bringen, wenn sie richtig eingesetzt werden."

 

Dr. Karl-Franz Maier

Geschäftsführer
STEWEAG-STEG GmbH

"Der Betrieb von Stromnetzen ist für unsere Mitarbeiter eine herausfordernde Tätigkeit. Trotz umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen können dabei schwere Unfälle passieren.

In solchen Fällen sehen wir es als unsere Pflicht an, einen Wiedereinstieg ins Berufsleben auf einem adäquaten Arbeitsplatz zu ermöglichen. Unsere postiven Erfahrungen bestätigen diesen Weg."

Dipl. Ing. Peter Malata

Geschäftsführer
W & H Dentalwerk Bürmoos GmbH

"Wir beschäftigen in unserem Unternehmen Mitarbeiter mit Behinderung. Mit einer ehrlichen Abstimmung über die Fähigkeit des Mitarbeiters und den Anforderungen am Arbeitsplatz ist es uns bisher gelungen, gute Arbeitsverhältnisse aufzubauen.

Die Bereitschaft sich für das Unternehmen zu engagieren, ist bei Mitarbeitern mit Behinderung im gleichen Maß vorhanden wie bei Mitarbeitern ohne Behinderung."

Dr. Anton Merkl

Geschäftsführer
voestalpine Personalberatung und -systeme GmbH

"Als Dienstleistungsunternehmen, das bemüht ist, Menschlichkeit an erste Stelle zu reihen, ist es für uns selbstverständlich, die Menschen nach ihren Fähigkeiten einzusetzen. Zusätzlich ist es uns ein Anliegen, auch Menschen mit Behinderungen dieselben Chancen einzuräumen.

Frau B. ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass behinderte Menschen mindestens genausoviel zu leisten imstande sind wie Menschen ohne Behinderung - wenn man ihnen die Möglichkeit gibt."

Prokurist Robert Püchl

Erste österreichische Metall-Jalousiefabrik
F O L I F L E X GmbH

"Behinderung ist für uns kein Grund für Ausgrenzung. Wir machen keinen Unterschied zwischen ArbeitnehmerInnen mit oder ohne Behinderung. Jeder Mitarbeiter kann seine individuelle Leistung für das Unternehmen erbringen.

Unsere Erfahrungen zeigten, dass sich ArbeitnehmerInnen mit Behinderung zumindest ebenso mit dem Unternehmen identifizieren, wie Mitarbeiter ohne Behinderung, und größtes Engagement zeigen.

Integration von Mitarbeitern mit Behinderung ist ein wichtiger Punkt in unserer Firmenphilosophie und unsere Erfahrungen auf diesem Gebiet sind sehr positiv.

Leider entsteht durch diverse Schutzbestimmungen eine Kontraproduktivität, da es Unternehmen oft aus diesem Grunde meiden, Mitarbeiter mit Behinderung einzustellen. Dies kann daher nicht im Sinne der Menschen mit Behinderung sein."

Dr. Klaus Sapetschnig

Leiter Human Resources
Sandvik BPI

"Gleiche Chancen für alle Mitarbeiter: So versuchen wir, Menschen mit Behinderungen in unsere Arbeitsabläufe bestmöglichst zu integrieren, damit sie ihre Leistungen entsprechend erbringen können und für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine "Win-Win Situation" entsteht.

Unsere Bemühungen um die Integration von Menschen mit Behinderung wurden kürzlich mit dem 1. österreichweiten JobOskar in der Kategorie Großbetriebe besonders gewürdigt."

Dr. Johann Thanner

Vorstandsdirektor
KAGes - Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

"Beachtliches Engagement und große Identifikation mit dem Unternehmen zeichnet behinderte MitarbeiterInnen aus. Sie tragen dadurch unverzichtbar zum Unternehmenserfolg bei.

Der Grundsatz, dass MitarbeiterInnen gefordert, aber auch gefördert werden sollen, trifft auch auf behinderte MitarbeiterInnen zu. Vieles konnte für die ca. 1.300 behinderten Mitarbeiter in der KAGes in den letzten zehn Jahren erreicht werden.

Mit einigen initiierten und umgesetzten Behindertenprojekten bzw. -aktivitäten wurden dabei sogar österreichweite Impulse zur Verbesserung der betrieblichen Behindertenintegration gesetzt."

Mag. Raimund Wachter

Geschäftsführer
Vorarlberg Milch reg. Gen. mbH

"Wir konnten durch die Integration von Mitarbeitern mit Behinderung die Erfahrung machen, dass die Zusammenarbeit mit ihnen für alle Teammitglieder eine persönliche Bereicherung darstellt.

Durch den täglichen Kontakt werden Eigenschaften wie Rücksicht und Geduld gefördert und verstärkt, was sich auf den gesamten Betriebsablauf sehr förderlich auswirkt."

Kommerzialrat Otto Weyland

Eigentümer und Geschäftsführer
Weyland GmbH

"Mit Mitleid und Zahlungen ist den Menschen mit Handicap nicht geholfen, sondern alleine mit der Integration in die Gesellschaft.

Besonders in Einzelfällen und auch bei Schwerstbetroffenen ist es erstaunlich, mit welcher Freude und Begeisterung sich diese Menschen trotz Behinderung an ihrem Arbeitsplatz engagieren."