Beschäftigungspflicht

Das Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG) bezweckt die Eingliederung von begünstigten behinderten Personen in den Arbeitsprozess. Der Verpflichtung, einen Beitrag zur Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu leisten, soll in erster Linie dadurch entsprochen werden, dass ArbeitgeberInnen entsprechend der jeweiligen Pflichtzahl begünstigte behinderte ArbeitnehmerInnen beschäftigen.

Alle ArbeitgeberInnen, die im Bundesgebiet 25 oder mehr ArbeitnehmerInnen beschäftigen, sind verpflichtet, auf je 25 ArbeitnehmerInnen mindestens einen begünstigten behinderten Menschen einzustellen.

Entspricht ein/e ArbeitgeberIn seiner oder ihrer Verpflichtung nicht oder zumindest nicht zur Gänze, so hat er/sie eine Geldleistung, die sogenannte „Ausgleichtaxe“ zu entrichten.

Ein Anreiz für ArbeitgeberInnen, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, besteht in Form einer Prämie in Höhe von derzeit monatlich EUR 251,- (Stand 2016) für jeden begünstigten behinderten Menschen, der als Lehrling ausgebildet wird. Diese Prämie wird aus Mitteln des Ausgleichtaxfonds finanziert.