Unterschiede Ungleichbehandlung und Diskriminierung

Nicht jede Ungleichbehandlung von Menschen mit Behinderung ist schon eine Diskriminierung. Wird ein behinderter Mensch wegen eines Merkmals, das im Zusammenhang mit einer Behinderung steht, ungleich behandelt, liegt dann keine Diskriminierung vor, wenn das betreffende Merkmal aufgrund der Art einer bestimmten beruflichen Tätigkeit oder der Rahmenbedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche und entscheidende berufliche Anforderung darstellt, und sofern es sich um einen rechtmäßigen Zweck und eine angemessene Anforderung handelt.

Achtung

Der Schutz vor diskriminierender Kündigung darf nicht mit dem besonderen Kündigungsschutz für begünstigte behinderte Menschen nach dem Behinderteneinstellungsgesetz (§ 8 BEinstG) verwechselt werden.

Beispiele

  1. Es stellt keine Diskriminierung dar, wenn der Vertrag eines Profi-Fußballers wegen einer dauernden schweren Gehbehinderung gelöst wird. In diesem Fall ist die Fähigkeit, schnell zu laufen, eine Anforderung des Arbeitsvertrags.

  2. Anders sieht es aus, wenn es beispielsweise nur um Imagefragen geht, die sicherlich nicht den Kernaufgaben eines Arbeitsvertrags zuzuordnen sind. So kann z. B. ein erwartetes Image von Sportlichkeit bei einem Handelsvertreter für Sportartikel sicherlich keinen Ausschluss einer Rollstuhlfahrerin für diese Position begründen.

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