Best Practice Beispiel

Bürokauffrau auf Call Center Arbeitsplatz

Mitarbeiterin im Rollstuhl stellt ihre Frau in einem Institut für Marktanalysen

Kurze anonyme Beschreibung der MitarbeiterIn mit Behinderung:

Mitarbeiterin in Linz, 21 Jahre alt, ausgebildet in der Anlehre als Bürokraft,
Mobilitätsbeeinträchtigung (Rollstuhl), Grad der Behinderung 100%.

Firmenbeschreibung:

Zahlreiche Weiterempfehlungen und die hohe Zufriedenheit der Kunden haben Jaksch & Partner zu einem der renommiertesten inhabergeführten und unabhängigen Marktanalyse und Statistikinstituten in Österreich gemacht. Der Unternehmenssitz ist in Linz.

Arbeitsplatzbeschreibung:

Call Center Arbeitsplatz für Marktanalysetätigkeiten in Teilzeit, fünf Stunden täglich, EDV - Ausstattung, Telefon - Headset, Großraumbüro mit individuell abgetrennten Arbeitsbereichen.

Was waren die entscheidenden Beweggründe einen Menschen mit Behinderung einzustellen?

Die soziale Werteorientierung des Unternehmens, Ausrichtung nach dem Normalitätsprinzip, angemessene Wertschöpfung durch die Mitarbeiterin in den laufenden Arbeitsprozessen.

Wie gelang der Rekrutierungsprozess? Vermittlung durch AMS oder Sonstige?

Anfangs in Form eines Langzeit - Praktikums über die Anlehre der Miteinander GmbH - Gmunden (integrative Berufsausbildung zur Bürokauffrau), sodann März 2015 Eingliederung in ein reguläres Teilzeit - Dienstverhältnis mit Unterstützung der Miteinander GmbH - Arbeitsassistenz Linz (NEBA - Maßnahme).
In weiterer Folge Förderung des barrierefreien Umbaus der WC - Anlagen.
Förderung des Fahrtendienstes beim Arbeitsweg; Antragstellung auf Entgeltbeihilfe im Mai 2016 mit Unterstützung der Arbeitsassistenz.

Welche begünstigenden oder hinderlichen Faktoren gab es beim Arbeitsbeginn?

Begünstigend: Hohe soziale Werteorientierung des Unternehmens, einschlägige Vorerfahrungen bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen, gute Zusammenarbeit mit externen Unterstützungsangeboten.

Wenn es Stolpersteine gab, wie wurden diese beseitigt?

Anfänglich bauliche Erschwernisse - sodann Umbau.

Waren spezielle Ausbildungsmaßnahmen erforderlich?

Im Zuge des Langzeit - Praktikums erfolgte eine passgenaue Qualifizierung auf die Anforderungen / Bedürfnisse des Unternehmens.

Wurden externe Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen und wenn ja, welche?

Fahrtendienst; Finanzielle Förderungen investive Maßnahmen / Umbau WC,
Antrag Entgeltbeihilfe zum Ausgleich der Minderleistungen.
Als laufender Kontakt- und Ansprechpartner für Fragen rund um die Beschäftigung steht die Arbeitsassistenz Linz dem Unternehmen zur Verfügung.

Was hat letztendlich dazu beigetragen, dass Herr/Frau X nach wie vor in Ihrem Unternehmen tätig ist?

Hohe Bereitschaft des Unternehmens / der Mitarbeiterinnen zur Integration, laufender Support durch Arbeitsassistenz.

Was würden Sie als Unternehmer, anderen Unternehmen an Lernerfahrungen/Empfehlungen mitgeben?

Ein Versuch, der sich für Alle lohnen kann, Inanspruchnahme der Leistungen der sozialen Dienstleistungseinrichtungen.