Best Practice Beispiel

Mitarbeiterin in einer Confiserie

Lachende Mitarbeiterin versüßt das Team in einer Confiserie in Lofer.

Kurze anonyme Beschreibung der Mitarbeiterin mit Behinderung:

Die Mitarbeiterin ist 30 Jahre alt und bereits seit über 6 Jahren bei uns im Unternehmen.
Sie ist stets sehr motiviert und engagiert und durch ihre freundliche Art bei Kollegen und Vorgesetzen sehr geschätzt. Die Mitarbeiterin ist pünktlich und verlässlich und lacht sehr viel, was sich auf ihr Umfeld überträgt.
Ihre Einschränkungen ergeben sich hauptsächlich durch die geistige Beeinträchtigung. Wichtig ist, dass alle Arbeiten und Aufgaben nach Fertigstellung von einer vorgesetzten Mitarbeiterin kontrolliert werden.

Firmenbeschreibung:

Berger Feinste Confiserie GmbH
Gründung: September 1994
Firmensitz: Schokoladenweg 1, 5090 Lofer, Österreich
MitarbeiterInnen: 92, 94 % Frauenquote (davon 53 % Vollzeit / 47 % Teilzeit)

Arbeitsplatzbeschreibung:

Die Mitarbeiterin wird in der Abteilung „Feinverpackung" eingesetzt.
Sie übernimmt hauptsächlich Vorbereitungsarbeiten für Kolleginnen.
- Logo- & Zutatenaufkleber auf die verschiedenen Verpackungen anbringen
- Befüllen der Schalen und Herzen mit Pralinen nach Anweisung
- Zählen der einzelnen Verpackungen
- Reinigungsarbeiten in der Verpackung (Schreibtisch wischen / Staubsaugen,...)
- 2x täglich Kaffee kochen und servieren in der Abteilung

Was waren die entscheidenden Beweggründe einen Menschen mit Behinderung einzustellen?

Das hohe Maß an Motivation und Dankbarkeit, am Arbeitsleben teilhaben zu dürfen. Das sympathische Wesen und der gezeigte Ehrgeiz beim Probearbeiten vor Einstellung

Wie gelang der Rekrutierungsprozess? Vermittlung durch AMS oder Sonstige?

Sonstige.

Welche begünstigenden oder hinderlichen Faktoren gab es beim Arbeitsbeginn?

Die Mitarbeiterin konnte schwer zwischen Arbeits- und Privatleben unterscheiden und sah somit ihre Kolleginnen als sehr gute Freundinnen an, was anfangs zu Problemen führte.

Wenn es Stolpersteine gab, wie wurden diese beseitigt?

Durch Mitarbeitergespräche innerhalb der Abteilung, sowie mit einer externen Betreuerin.

Waren spezielle Ausbildungsmaßnahmen erforderlich?

Nein.

Wurden externe Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen und wenn ja, welche?

Die Mitarbeiterin hat eine Betreuerin bei der Arbeitsassistenz in Zell am See, die uns laufend im Unternehmen besucht und teilweise auch an Mitarbeitergesprächen teilnimmt.

Was hat letztendlich dazu beigetragen, dass Herr/Frau X nach wie vor in Ihrem Unternehmen tätig ist?

Das hohe Maß an Motivation und das Engagement, das die Mitarbeiterin aufzeigt.

Was würden Sie als Unternehmer, anderen Unternehmen an Lernerfahrungen/Empfehlungen mitgeben?

Wichtig ist die ständige Kommunikation. Laufende Mitarbeitergespräche, auch mit den nicht behinderten Kollegen, können Missverständnissen vorbeugen.