Best Practice Beispiel

Disability Manager

Herr E. S. (geboren 1956) ist seit 1996 bei der UniCredit Leasing im Ausmaß von 40 Wochenstunden angestellt. Vor seiner Aufgabe als Disability Manager des Bank Austria Konzerns war er in der UniCredit Leasing als Immobilien-Developer tätig. In Folge einer chronischen Erkrankung wurde er als „begünstigt behindert“ mit einem Behinderungsgrad von 80 Prozent eingestuft. Im Disability-Management entwickelt er Projekte und Prozesse sowohl für BankmitarbeiterInnen als auch für KundInnen mit Behinderungen.

Arbeitsplatzbeschreibung

Das Disability Management wurde im Bank Austria Konzern 2010 ins Leben gerufen, um die speziellen Bedürfnisse im Bereich von behinderten MitarbeiterInnen und KundInnen dauerhaft zu gewährleisten. Dahingehend wurde auch ein Disability-Netzwerk im Unternehmen geschaffen, das an der Realisierung von rund 30 Projekten arbeitet und sich aus MitarbeiterInnen im Bankenbereich zusammensetzt. Diese fungieren dabei als MultiplikatorInnen, die Ideen und Projekte am jeweiligen Standort/in die jeweilige Filiale weitertragen. Darüber hinaus ist S. seit 2007 gewählte Behindertenvertrauensperson der UniCredit Leasing.

Firma

Die Bank Austria ist eine Tochtergesellschaft der UniCredit, einer führenden europäischen Bankengruppe, und die bestkapitalisierte österreichische Großbank in Bezug auf das harte Kernkapital. Als Subholding steuert die Bank Austria von Wien aus die Tätigkeit von Tochterbanken in 18 Ländern Zentral- und Osteuropas. In Österreich betreibt sie mehr als 370 Geschäftsstellen und beschäftigt mehr als 10.000 Vollzeitarbeitskräfte (inklusive UniCredit Tochtergesellschaften). Insgesamt sind rund 400 behinderte MitarbeiterInnen (davon 300 „begünstigt behinderte“ MitarbeiterInnen) angestellt.

Planung und Umsetzung

E. S. wurde von den „begünstigt behinderten“ MitarbeiterInnen der Uni Credit Leasing 2007  zur Behindertenvertrauensperson gewählt (Wiederwahl 2011). Mit Unterstützung der Konzernleitung konnte E. S. ab 2010 ein konzernweites Disability Management aufbauen, dessen Ziel vor allem die Bewusstseinsbildung im Unternehmen hinsichtlich der persönlichen Bedürfnisse behinderter MitarbeiterInnen und BankkundInnen ist.

Unterstützung

Für Herrn S. nahm man keine Entgeltbeihilfe des Sozialministeriumservice (vormals Bundessozialamt) in Anspruch, da er seine Behinderung persönlich nicht als Leistungseinschränkung einstuft.

Entwicklungspotential

Das Disability Management des Bank Austria Konzerns in Kooperation mit dem von ihm ins Leben gerufenen Disability-Network, der Erfahrungsaustausch mit behinderten BankkundInnen und den einschlägigen Interessensvertretungen trägt wesentlich zur Bewusstseinsbildung hinsichtlich der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung bei. Die diesbezüglich realisierten Projekte ernten allgemeine Anerkennung und ziehen mittlerweile auch internationale Aufmerksamkeit auf sich.

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