Best Practice Beispiel

Entwicklungsleiter

Herr F. H. (geb. 1970) arbeitet seitseiner HTL-Matura in einem festen Dienstverhältnis bei der Firma Wimmer International. Der Arbeitgeber wollte seinem ambitionierten Ferialpraktikanten eine Chance geben, sich nach seinem Unfall beruflich zu etablieren. Mit finanzieller Unterstützung der AUVA wurde der Arbeitsplatz barrierefrei gestaltet. Der Firmenchef ist stolz auf Herrn H. und beschreibt ihn als „unser bester Mann“.

Arbeitsplatzbeschreibung

Der Entwicklungsleiter ist in einer Managementposition für die Forschung und Produktentwicklung sowie die technische Beratung der KundInnen zuständig. Überdies gehört die  Zertifizierung nach neuen Maschinenrichtlinien zu den Kompetenzen von Herrn H.. Als Qualifikation dafür ist eine abgeschlossene Schulbildung der Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) in Maschinenbau oder ein Hochschulabschluss erforderlich.

Firma

Die Salzburger Firmen Wimmer Hartstahl und Wimmer Felstechnik sind Entwickler, Hersteller und Zulieferer von Anbaugeräten für Bagger, die im Tiefbau, Straßenbau und Bergbau Verwendung finden.

Planung und Umsetzung

Herr F. H. (geb. 1970) hatte bei Wimmer Hartstahl GmbH bereits als HTL-Schüler mehrere Praktika absolviert und war im Betrieb als engagierter Ferialarbeiter bekannt. Im April 1990 ereignete sich ein Verkehrsunfall auf dem Weg in die Schule. Die Folge war eine Querschnittlähmung.

Der Arbeitgeber wollte seinem ambitionierten Ferialarbeiter unbedingt eine Chance geben, sich beruflich zu etablieren und organisierte mit finanzieller Unterstützung der AUVA die rollstuhlgerechte Gestaltung eines CAD-Computerarbeitsplatzes.

Seit der erfolgreich absolvierten Reifeprüfung 1991 ist Herr H. in einem festen Dienstverhältnis bei Wimmer Hartstahl beschäftigt.

Die Adaption des Bürogebäudes verlangte den Einbau von barrierefreien Sanitäranlagen und später, durch die Erweiterung des Firmengebäudes, den nachträglichen Einbau eines Personenliftes.

Unterstützung

Sowohl der Arbeitgeber als auch verschiedene Institutionen (Land Salzburg, AUVA, Bundessozialamt (jetzt Sozialministeriumservice), Arbeiterkammer Salzburg, AMS) unterstützten Herrn H. bei der Finanzierung eines für den Arbeitsweg notwendigen Privat-PKWs. Der Unternehmer, unterstützt von begleitender Betreuung durch BeraterInnen der AUVA, führte die Adaptionen durch und finanzierte die behinderungsbedingten Umbauarbeiten vor, die zum Großteil von der AUVA gefördert wurden.

Von Anfang Oktober 1991 bis Ende Dezember 1991 finanzierte die AUVA 100 Prozent der Lohn- und Lohnnebenkosten als Arbeitserprobung. Die AUVA beteiligte sich wesentlich an der barrierefreien Gestaltung des Salzburger Firmensitzes, in deren Rahmen auch der nachträgliche Einbau eines Personenliftes im Jahr 2000 fällt.

Entwicklungspotential

Der Arbeitgeber ist äußerst zufrieden mit seinem Mitarbeiter, der sich „mit Leib und Seele mit dem Unternehmen identifiziert. Die Erwartungen, die in Herrn F. H. gesteckt wurden, sind in überdurchschnittlichem Maße erfüllt worden. Auch F. H. ist überaus zufrieden mit seinem interessanten Arbeitsplatz.

Herr F. H. ist im Unternehmen gut integriert. Als sehr angenehmer Kollege wird er beschrieben. „Jeder kommt gut mit ihm zusammen“.

Der Firmenchef lobt die Arbeit des Entwicklungsleiters: „Wir sind absolut zufrieden. Er ist unser bester Mann.“

Links