Best Practice Beispiel

Gärtnereimitarbeiter

Herr S. C. (geb. 1977) ist in der Gärtnerei Seidemann mit der Produktion und Zucht von Pflanzen beschäftigt. Er leidet unter dem Tourettesyndrom und hat kognitive Beeinträchtigungen. Die Arbeitsassistenz ARBAS Tirol unterstützte Herrn C. in den ersten drei Jahren bei seinen Arbeitsaufgaben.

Arbeitsplatzbeschreibung

Die Betreuung der Blumen und Pflanzen, im Glas- sowie im Freigelände, ist Aufgabe des Gärtnereimitarbeiters. Für die Tätigkeit suchte der Arbeitgeber einen kräftigen Mitarbeiter mit gutem Sozialverhalten und Interesse für Pflanzenkunde. Herr C. arbeitet 40 Wochenstunden in einem unbefristeten Dienstverhältnis.

Firma

Der Blumenpark Seidemann ist die älteste Tiroler Gärtnerei in Familienbesitz und eine der ältesten Gärtnereibetriebe Österreichs. Ing. Erwin Seidemann bietet heute neben dem Gärtnereibetrieb ein großes Produkt-, Service- und Beratungsangebot aus allen Bereichen der Pflanzenkultur.

Im Unternehmen arbeiten derzeit 57 MitarbeiterInnen. Die Firma Seidemann beschäftigt schon seit vielen Jahren langfristig, aber auch auf Praktikumsbasis, MitarbeiterInnen mit Behinderungen und arbeitet eng mit den regionalen Integrationsfachdiensten zusammen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen Seidemann fünf MitarbeiterInnen mit Behinderung.

Planung und Umsetzung

Herr S. C. (geb. 1977) hat das Tourettesyndrom und verfügt über eine mentale Beeinträchtigung. Er absolvierte eine Berufsvorbereitung in einer Einrichtung des Aufbauwerks der Jugend.

Den Kontakt zwischen Herrn C. und dem Unternehmen stellte die Arbeitsassistenz ARBAS Tirol her, die ihn auch während der ersten drei Jahre an seinem neuen Arbeitsplatz betreute. Heute benötigt Herr C. keine Arbeitsassistenz mehr. Er hat sich mittlerweile sehr gut ins Team integriert und erledigt seine Aufgaben zuverlässig und selbstständig.

Unterstützung

Herr C. hat im Aufbauwerk der Jugend eine Berufsvorbereitung absolviert, bevor er seinen fixen Arbeitsplatz bei der Firma Seidemann erhielt.

Für Herrn C. werden ein Lohnkostenzuschuss vom Bundessozialamt (jetzt Sozialministeriumservice) und eine AMS-Förderung gewährt.

Die Arbeitsassistenz der ARBAS Tirol stellte den Kontakt zum Unternehmen her, half Herrn C. bei der Bewerbung und betreute Herrn C. während der ersten drei Jahre der Beschäftigung vor Ort.

Der Unternehmer wollte auch auf längere Sicht einen Prozess für eine dauerhafte, gute Zusammenarbeit mit KollegInnen mit Behinderungen einleiten. Durch Kompetenzentwicklung und Führungskräfteschulungen sollte dies erreicht werden und darum setzte sich Ing. Seidemann mit dem Unternehmensservice Tirol in Verbindung, das daraufhin über einen Zeitraum von etwa neun Monaten beratend tätig war. 

Entwicklungspotential

Von seinem Arbeitgeber wird Herr C. als fleißiger, ehrlicher Mitarbeiter geschätzt. Der Firmenchef ist äußerst zufrieden mit dem nun schon langjährigen Mitarbeiter S. C.: „Überzeugt hat er mich durch sein gutes Sozialverhalten und er hat sich wirklich gut in das Team eingegliedert.“

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