Best Practice Beispiel

Gärtnereimitarbeiter

Herr T. G. (geb. 1989) arbeitet seit Mai 2012 im Gärtnereibetrieb Prinz Rosen. Er ist aufgrund einer Lernschwäche auf Unterstützung und Anleitung bei seinen Tätigkeiten angewiesen. Nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung in einer sozialpädagogischen Einrichtung, dem Wurzerhof, suchte Herr G. einen Praktikumsplatz. Der Geschäftsführer, Herr Prinz, hatte aus seiner sozialen Überzeugung heraus bewusst nach einem Mitarbeiter mit Behinderung gesucht.

Arbeitsplatzbeschreibung

In seinem Job übernimmt Herr G. umfangreiche Hilfsarbeiten bei der Produktion und auch im Verkauf von Rosen. Dazu gehören Rosenpflanzungen und die Pflege von Verkaufspflanzen sowie im Servicebereich die Aufgaben Rasensanierung, Düngung, Ausbesserungsarbeiten und Heckenschnitt. Herr G. arbeitet 20 Wochenstunden.

Firma

Die Firma Prinz Rosen wurde von Josef Prinz 1936 im Lavanttal gegründet. Das Kernprodukt ist die Rose. Prinz Rosen betreibt heute neben der eigenen Gärtnerei ein Floristikgeschäft und bietet zudem Gartengestaltung und –service an. Auf ca. 8,5 Hektar Anbaufläche werden Rosen gezüchtet.

Planung und Umsetzung

Herr G. wurde 1989 geboren und leidet an einer Lernschwäche. Er absolvierte an der sozialpädagogischen Einrichtung, der „Lebensgemeinschaft Wurzerhof“ in St. Veit an der Glan eine landwirtschaftliche Ausbildung. Nach dieser Anlehre bat ein Mitarbeiter des Wurzerhofs die Firma Prinz Rosen um eine Praktikumsmöglichkeit.

Nach einem zweiwöchigen Praktikum im Jahr 2011 stellte man fest, dass Herr G. gut ins Team passen würde. Zu dieser Zeit war aber von Unternehmensseite noch kein Personalbedarf. Im Mai 2012 übernahm die Firma Prinz Rosen schließlich Herrn G. als Mitarbeiter.

Unterstützung

In der Lebensgemeinschaft Wurzerhof in St. Veit an der Glan absolvierte Herr G. eine landwirtschaftliche Ausbildung. Der Wurzerhof stellte auch den Kontakt zum jetzigen Arbeitgeber her.

Die Arbeitsassistenz autArk begleitete den Mitarbeiter in der Einstiegsphase. Mittlerweile gibt es betriebsinterne Hilfestellung. Mit der Arbeitsassistenz autArk sowie mit Herrn G.s Sachwalterin gibt es nach wie vor viel Austausch.

Es wurde ein Lohnkostenzuschuss beim Bundessozialamt (jetzt Sozialministeriumservice) beantragt.

Entwicklungspotential

Derzeit ist Herrn G.s Beschäftigungsverhältnis noch befristet. Laut Firmenchef Christian Prinz ist jedoch geplant, Herrn G. dauerhaft zu übernehmen.

„Der passt zu uns. Auch die Mitarbeiter sind zufrieden. Ich hatte schon mehrmals MitarbeiterInnen mit Behinderung zur Praxis, und T. G. war der erste, der tatsächlich ins Team passte und voll akzeptiert wurde.“

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