Best Practice Beispiel

Grafiker

Herr M. O. (geb. 1968) ist im Unternehmen Fahnen-Gärtner GmbH in der Grafikabteilung beschäftigt. 2006 konnte sich der aufgrund einer kognitiven Beeinträchtigung als begünstigt behindert eingestufte Herr O. im Zuge einer Arbeitserprobung bewähren. Eine neue Stelle wurde für ihn geschaffen. Die Vorgesetzten schätzen den bewundernswerten Einsatz und Willen des Mitarbeiters.

Arbeitsplatzbeschreibung

Herr M. O. ist in der Grafikabteilung im Bereich der Datenverarbeitung tätig und erstellt Entwürfe für die Fahnen-Gärtner GmbH. Seine Arbeit erledigt er meist selbstständig bzw. mit Endkontrolle. Der Angestellte ist im Ausmaß von 20 Wochenstunden unbefristet beschäftigt.

Firma

Die Fahnen-Gärtner GmbH ist als Salzburger Familienbetrieb heute der größte Fahnenhersteller Österreichs und Spezialist für Druck- und Stickartikel. Das Unternehmen mit Zentrale und Produktionsstandort in Mittersill beschäftigt 127 MitarbeiterInnen.

Planung und Umsetzung

Als Herr O. 2006 im Unternehmen zu arbeiten begann, wurde er als Folge eines Unfalles s nach dem Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG) als begünstigter behinderter Arbeitnehmer eingestuft.Schon zuvor hatte der Mitarbeiter (geb. 1968) im Grafikbereich gearbeitet und absolvierte vor Beginn seiner Tätigkeit noch eine Grafik-Zusatzausbildung. Der Erstkontakt zwischen Unternehmen und Mitarbeiter wurde mit Hilfe einer Mitarbeiterin der geschützten Werkstätten hergestellt. Nach einer unverbindlichen Arbeitserprobung begann Herr M. O. im April 2006 in vollem Stundenausmaß in der Grafikabteilung zu arbeiten. Diese Stelle wurde neu geschaffen. Dafür waren kleinere Adaptierungen notwendig, wie beispielsweise die Anpassung des Schreibtisches an die Bedürfnisse von Herrn O.

Leider haben sich in dieser Zeit die gesundheitlichen Probleme des Mitarbeiters verstärkt. Herr O. leidet verstärkt an Konzentrationsschwächen, die durch die starke Medikation hervorgerufen werden. Aus diesem Grund wurde die ursprüngliche Vollzeitstelle in eine Teilzeitstelle umgewandelt.

Unterstützung

Im Fall von Herrn O. erhält das Unternehmen eine laufende Lohnkostenförderung durch das Bundessozialamt (jetzt Sozialministeriumservice). Überdies wurde für ihn ein für den Arbeitsplatz notwendiger, grafischer Kurs genehmigt.
„Die Unterstützung und die Betreuung die wir hier vom Bundessozialamt erfahren, möchten wir besonders hervorheben. Unser Betreuer Hr. Alterdinger ist bei Problemen immer erreichbar. Er ist sehr darauf bedacht, alles zu unternehmen um die Integration in der Firma zu fördern und den Mitarbeiter – aber auch die Firma - zu unterstützen um den Arbeitsplatz aufrecht zu erhalten.“

Entwicklungspotential

Die Vorgesetzten sind voll zufrieden mit der Arbeit des Angestellten und berichten:

„Der Einsatz, der Wille von Herrn O. ist bewundernswert und könnte als Vorbild für viele ‚normale’ Mitarbeiter gelten.“ Laut eigener Aussage von Herrn O. ist diese Arbeit für ihn deshalb so wichtig, damit er einfach das Gefühl bekommt etwas geleistet zu haben, wertvoll zu sein, und auch damit er „unter Leute“ kommt.

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