Best Practice Beispiel

Groß- und Einzelhandelsverkäufer

Herr K. T. (geb. 1970) ist in einer oberösterreichischen Filiale der Rembrandtin GmbH in einem unbefristeten Dienstverhältnis beschäftigt. Aufgrund einer unfallsbedingten Armamputation trägt er eine Prothese. Als Verkäufer im Farbenfachhandel kann der gelernte Maler K. T. seine Erfahrungen aus dem früheren Beruf gut einbringen.

Arbeitsplatzbeschreibung

Der Verkäufer K. T. ist auf Vollzeitbasis im Angestelltenverhältnis tätig. Seine Haupttätigkeit umfasst die Beratung und den Verkauf von Farben, Lacken und Zubehör an Privat- und GroßkundInnen. Dazu gehören auch das Mischen von Farbe und die Auslieferung. Herr T. führt nebenbei diverse Instandhaltungsarbeiten im Firmengebäude durch.

Firma

1999 begann das Dienstverhältnis des Mitarbeiters bei der Firma Farbring Innviertel, einem Fachhandel für Farben, Lacke und Zubehör in Ried/ Innkreis in Oberösterreich. Das Handelsunternehmen wurde anschließend zu 100 Prozent von der Rembrandtin GmbH übernommen und bildet nun eine Filiale des österreichischen Unternehmens. Rembrandtin produziert Speziallacke und -beschichtungen. Österreichweit beschäftigt das Unternehmen 143 MitarbeiterInnnen.

Planung und Umsetzung

Der gelernte Maler und Anstreicher, Herr K. T., wurde 1970 geboren. Bei einem Verkehrsunfall 1990 verlor Herr T. den linken Arm und trägt seither eine Prothese.

Herr T. absolvierte nach seinem Unfall eine Umschulung zum bautechnischen Zeichner. In diesem Bereich fand er jedoch keinen Arbeitsplatz. 1999 ermöglichte das AMS ein unverbindliches Praktikum in dem Fachhandelsgeschäft für Lacke und Farben. Da Herr T. durch seinen früheren Beruf als Maler bereits Erfahrung und Praxiswissen mitbrachte, konnte er den Arbeitgeber von sich überzeugen. Nachdem ein Arbeitsplatz im Unternehmen frei wurde, erhielt Herr T. eine Fixanstellung.Inzwischen wurde das Aufgabengebiet von Herrn T. erweitert, sodass er jetzt zusätzlich für Auslieferungen, Bestellungen und Instandhaltungsarbeiten verantwortlich ist.

Unterstützung

Auf Anfrage des AMS stimmte der Arbeitgeber einem unverbindlichen dreimonatigen Arbeitstraining im Betrieb zu. Das AMS informierte den Arbeitgeber über die weiteren Fördermöglichkeiten des Arbeitsverhältnisses und unterstützte den Prozess des Ansuchens um Förderungen bei den zuständigen Stellen.

Das Bundessozialamt (jetzt Sozialministeriumservice) gewährte im ersten Dienstjahr einen Lohnkostenzuschuss von monatlich rund EUR 930,- und förderte das zweite Dienstjahr mit monatlich EUR 120,-. Der Antrag für die Fortsetzung des Lohnkostenzuschusses musste jedes Jahr neu gestellt werden. Zusätzlich sicherte das Bundessozialamt (Sozialministeriumservice) die Finanzierung der automatikbetriebenen Ausstattung eines Lieferwagens zu. Dadurch kann Herr T. auch Zustellungen durchführen.

Entwicklungspotential

Herr K. T. zeichnet sich durch seine hohe Arbeitsmotivation und seine große Leistungsbereitschaft aus. Laut Geschäftsführung ist Herr T. so ambitioniert, dass er mit seiner Armprothese „120 Prozent“ an Leistung erbringt. Herr T. selbst ist sehr zufrieden in seinem Job: „Mir gefällt besonders, dass mein Arbeitsfeld so bunt und vielseitig ist.“

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