Best Practice Beispiel

Hilfsarbeiter in der Oberflächentechnik

Herr B. T. (geb. 1985) ist seit Jänner 2003 als Hilfskraft bei der W&H Dentalwerk Bürmoos GmbH in Salzburg beschäftigt. Das AMS finanzierte eine dreimonatige Arbeitserprobung als Testphase. Aufgrund von Konzentrationsschwierigkeiten benötigt Herr T. Personen im näheren Arbeitsumfeld, die ihn bei der Organisation seiner Arbeitsaufgaben unterstützen.

Arbeitsplatzbeschreibung

Die Hilfstätigkeit von Herrn B. T. umfasst das Be- und Entladen von Gleitschleifmaschinen, das Aufhängen und Abmontieren von Galvanisierungsgestellen und logistische Tätigkeiten, wie das Liefern und Holen von Teilen zu und aus anderen Abteilungen. Herr T. arbeitet unbefristet und auf Teilzeitbasis.

Firma

Das Salzburger Unternehmen W&H Dentalwerk ist weltweit einer der bedeutendsten Anbieter zahntechnischer Präzisionsgeräte. In der Produktionsstätte in Bürmoos arbeiten mehr als 600 MitarbeiterInnen, weltweit beschäftigt das Unternehmen etwa 980 Personen.

Planung und Umsetzung

Herr B. T. wurde 1985 geboren. Er ist mental und leicht körperlich beeinträchtigt und hat aufgrund dessen besondere Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten. Herr T. benötigt längere Ruhe- und Erholungspausen, um sich körperlich und geistig nicht zu überanstrengen. Er spezialisierte sich durch eine Qualifizierungsinitiative der ARGE Geschützte Werkstätten für den Arbeitsplatz bei W&H Dentalwerk.

Den Kontakt zwischen Herrn T. und dem Unternehmen stellte ein Job Coach her. Die erfolgreich verlaufene Arbeitserprobung von Oktober bis Dezember 2002 führte im Jänner 2003 zur festen Anstellung. Das familiäre und kollegiale Arbeitsklima in der Oberflächentechnik unterstützte das Gelingen der Einschulung maßgeblich.

Unterstützung

Die Outplacerin der Geschützten Werkstätten suchte gemeinsam mit dem Bereichsleiter von W&H Dentalwerk einen geeigneten Arbeitsbereich für ihren Klienten. Sie organisierte auch die Adaption des Arbeitsplatzes, informierte den Arbeitgeber über Fördermöglichkeiten und unterstützte das Ausfertigen der Förderanträge.

Das AMS finanzierte eine dreimonatige Arbeitserprobung als Testphase. Anschließend gewährte das Bundessozialamt  (jetzt Sozialministeriumservice) dem Arbeitgeber eine einjährige Integrationsbeihilfe von monatlich EUR 700.

Entwicklungspotential

Durch das große Engagement, die Leistungsbereitschaft von Herrn T. und die Integrationsbeihilfe können, laut Personalbüro, die entstehenden Mehrkosten durch die Aufsichts- und Betreuungspflichten überwiegend ausgeglichen werden.

Herrn T’s Fähigkeiten und seine Motivation haben das ganze Team beeindruckt. Denn er machte in kurzer Zeit enorme Fortschritte.

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