Best Practice Beispiel

Hilfskraft

Hilfsarbeiter im Fahrzeugbau mit intellektueller Einschränkung schafft es mit Arbeitsassistenz.

Kurze anonyme Beschreibung der MitarbeiterIn mit Behinderung:

Intelligenzminderung mit maßgeblichen Anpassungsstörungen, Sprachstörung, verzögerte Reaktion, Konzentrationsschwierigkeiten, Hörbehinderung, Schmerzen in den Armen nach Operation, geringe, auch psychische, Belastbarkeit, deswegen immer wieder Krankenstände.

Firmenbeschreibung:

Fahrzeugbau, Produktion von Stahlbordwänden, Stahlbau, Tank- und Behälterbau sowie Weinbau und Kellertechnik.

Arbeitsplatzbeschreibung:

Einfache Hilfstätigkeit in der Bordwandbearbeitung, Hallen reinigen, einfache Hilfstätigkeit in der Lackiererei, Bordwände reinigen, nach Operation nur für leichte Tätigkeit einsetzbar, zunehmend weniger belastbar, Hilfsfunktion in der Abteilung für die Bordwandproduktion.

Was waren die entscheidenden Beweggründe einen Menschen mit Behinderung einzustellen?

Unserem Unternehmen ist es ein Anliegen, Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben. Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass Behinderte Dankbarkeit bezüglich ihrer Chance – am Arbeitsleben teilhaben zu dürfen – empfinden. Dadurch sind sie im großen Maße loyal ihrem Arbeitgeber gegenüber und verrichten ihre Aufgaben mit großer Motivation. Die Beschäftigung behinderter Mitarbeiter wird auch von unseren Kunden als Übernahme sozialer Verantwortung gesehen und teilweise auch honoriert.

Wie gelang der Rekrutierungsprozess? Vermittlung durch AMS oder Sonstige?

Lehrstiftung Eggenburg, Vorstellungsgespräch

Welche begünstigenden oder hinderlichen Faktoren gab es beim Arbeitsbeginn?

Im Vergleich ist der Zeitaufwand für die Einarbeitungsphase zugegebenermaßen höher. Unsere Abteilungsleiter müssen somit mehr Zeit in die Ausbildung investieren. Begünstigend ist, dass diese Mitarbeiter gefördert werden und so der Mehraufwand auch ökonomisch gerechtfertigt werden kann.

Wenn es Stolpersteige gab, wie wurden diese beseitigt?

Stolpersteine gab es immer wieder aber durch laufende Kommunikation (Mitarbeitergespräche) konnten diese in der Regel zügig beseitigt werden.

Waren spezielle Ausbildungsmaßnahmen erforderlich?

Nein

Wurden externe Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen und wenn ja, welche?

Nein

Was hat letztendlich dazu beigetragen, dass Herr/Frau X. nach wie vor in Ihrem Unternehmen tätig ist?

Erstens sind wir mit dem Arbeitseinsatz zufrieden und zweitens ist die Unterstützung des Sozial-Ministeriums sehr hilfreich. Diese Unterstützung ist nicht nur kurzfristig sondern auch langfristig.

Was würden Sie als Unternehmer, anderen Unternehmern an Lernerfahrungen/Em­pfehlungen mitgeben?

Das Schwierigste ist die Einarbeitungsphase wo bedingt durch den höheren Zeitaufwand für unsere Ausbildner sicher höhere Kosten entstehen. Durch die Unterstützung des Sozialministeriumservices ist dies aber in einem akzeptablen Rahmen. Wie schon erwähnt, bekommt man aber auch Mitarbeiter, die eine besondere Motivation und eine sehr hohe Loyalität in das Unternehmen einbringen. Weiters kann man so die Übernahme sozialer Verantwortung durch das Unternehmen auch glaubhaft nach außen transportieren.