Best Practice Beispiel

Landwirtschaftliche Hilfskraft

Verlässlichkeit, Freude und Liebe zur Arbeit, loyal zum Betrieb - sind oft gehörte Rückmeldungen über Menschen mit intellektueller Behinderung oder Lernschwierigkeiten.

Kurze anonyme Beschreibung der MitarbeiterIn mit Behinderung:

Hilfsbereit, macht alle ihm aufgetragenen Arbeiten zufriedenstellend, sehr guter Umgang mit KundInnen (Einsteller), sehr guter Umgang und Liebe zu den Pferden, hat Freude an der Arbeit.


Firmenbeschreibung:

Reitstall mit Reitbetrieb, Ganzjahresbetrieb, 37 Pferde, zurzeit zwei Menschen mit Behinderung beschäftigt, immer offen für Arbeitstraining zur Erstellung von Fähigkeitsprofilen für Menschen mit Behinderungen, sehr soziale Einstellung.


Arbeitsplatzbeschreibung:

Ausmisten der Koppeln, begrenztes Füttern, diverse Reinigungsarbeiten an der Anlage und in den Stallungen, Pflege der Pferde.


Was waren die entscheidenden Beweggründe einen Menschen mit Behinderung einzustellen?

Die Auseinandersetzung und gute Aufklärungsarbeit der Fachdienste der Caritas Wien, Arbeitsassistenz und Job Coaching, über die vielseitige Einsetzbarkeit von Menschen mit Behinderungen in unseren Betrieb, die Möglichkeit an Minderleistungsabgeltungen (Förderungen), die positive unkomplizierte und rasche Abwicklung der Förderungen durch das Arbeitsmarktservice und des Sozialministeriumservice, die positiven Erfahrungen von Wirtschaftstreibenden im Bezirk Hollabrunn bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen.


Wie gelang der Rekrutierungsprozess?

Durch den Fachdienst Arbeitsassistenz der Caritas Wien.


Vermittlung durch AMS oder Sonstige?

Durch AMS KundInnen gemeinsam mit der Arbeitsassistenz der Caritas Wien.


Welche begünstigenden oder hinderlichen Faktoren gab es beim Arbeitsbeginn?

Begünstigende Faktoren:
Verlässlichkeit, Freude und Liebe an der Arbeit, loyal zum Betrieb, positive Auswirkungen auf das gesamte Team, Lernfaktor auch für den Betrieb, durch die Fördermöglichkeiten durch das Arbeitsmarktservice und Job Coaching.

Hinderliche Faktoren:
Langwieriger Einschulungsprozess, anfängliche Hemmschwelle.


Wenn es Stolpersteige gab, wie wurden diese beseitigt?

Es gab in dem Sinn keine Stolpersteine, die konnten alle rechtzeitig, präventiv und nachhaltig geklärt werden.


Waren spezielle Ausbildungsmaßnahmen erforderlich?

Nein!


Wurden externe Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen und wenn ja, welche?

Arbeitsassistenz und Job Coaching.


Was hat letztendlich dazu beigetragen, dass Herr/Frau X. nach wie vor in Ihrem Unternehmen tätig ist?

Hat Freude und Liebe an der Arbeit, loyal zum Betrieb, die positive Erfahrung, den der Betrieb ganzheitlich in dem Prozess erfahren durfte, die Verlässlichkeit, der sehr gute Umgang mit den Pferden und den KundInnen (Einstellern), ist sehr beliebt bei den KundInnen, die nachhaltige Fördermöglichkeit durch das Sozialministeriumservice, um die Minderleistung abzugelten und die nachhaltige Unterstützung der Fachdienste der Caritas Wien Arbeitsassistenz und Job Coaching.


Was würden Sie als Unternehmer, anderen Unternehmern an Lernerfahrungen/Empfehlungen mitgeben?

Menschen mit Behinderungen ganz einfach eine Chance geben und dies als Normalität sehen. Als Bereicherung für den Betrieb erkennen und sich einlassen, ohne im Vorfeld negative unberechtigte Befürchtungen oder Hemmschwellen zu haben.