Best Practice Beispiel

Konzernbuchhalter

Herr K. X. (geb. 1967) kam 1994 als Bilanzbuchhalter in das weltweit tätige Unternehmen W & H Dentalwerk. Der engagierte Mitarbeiter, der eine Lähmung der linken Hand hat, ist heute unter anderem als Projektleiter in der Konzernbilanzierung tätig.

Arbeitsplatzbeschreibung

Herr K. X. wurde 1994 im Unternehmen wegen seiner Qualifikation als geprüfter Bilanzbuchhalter eingestellt. Eine Zusatzausbildung zum Konzernbilanzierer verschaffte dem Mitarbeiter neue Möglichkeiten. Mit den Jahren wurden Herrn X. Aufgaben zunehmend verantwortungsvoller. Herr X. arbeitet heute auch als Projektleiter bei der Umstellung von Buchhaltungssystemen in den Tochterunternehmen. Dabei leitet er für das neue EDV-Programm Einführungsschulungen in englischer Sprache.

Firma

Das Salzburger Unternehmen W&H Dentalwerk mit Firmensitz in Bürmoos ist weltweit einer der bedeutendsten Anbieter zahntechnischer Präzisionsgeräte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 970 MitarbeiterInnen. Mehr als 95 Prozent der Erzeugnisse werden exportiert.

Planung und Umsetzung

Herr K. X. wurde 1967 geboren und durch eine Lähmung der linken Hand wurde bei ihm ein Behinderungsgrad von 65 Prozent diagnostiziert. Herr X. bewarb sich selbstständig beim Unternehmen. Aufgrund seiner Qualifikation wählte man Herrn X. für die ausgeschriebene Arbeitsstelle aus und schuf somit einen begünstigten Arbeitsplatz.

Unterstützung

Im Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrum hatte Herr X. eine Ausbildung zum Bürokaufmann und in weiterer Folge eine Zusatzausbildung zum Bilanzbuchhalter absolviert. Finanziert wurde die Umschulung durch die AUVA.

Für das Unternehmen war die Einstellung von Herrn X. ohne Mehraufwand möglich, weil keine Adaption des Arbeitsplatzes notwendig war und Herr X. selbst über eine Spezialtastatur verfügte.

Entwicklungspotential

Durch Geschicklichkeit mit der gesunden Hand und ein geschultes Fünf-Finger-System bei der Arbeit am Computer kompensiert Herr X. seine Behinderung hervorragend. Seine KollegInnen merken die Behinderung kaum und er selbst fühlt sich nicht als beeinträchtigt, sondern als „100 Prozent vollwertige Arbeitskraft“. Überdies erweitert Herr X. laufend seine Qualifikationen, beispielsweise durch die Prüfung zum Konzernbilanzierer sowie durch Fortbildungen in Englisch und Steuerrecht. Heute ist X. als Projektleiter im Zuge von Umstellungen der Buchhaltungssysteme auch in Tochter-Unternehmen der W&H Dentalwerk tätig.

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