Best Practice Beispiel

Lehre zur Bürokauffrau

Frau H. A. (geboren 1993) absolviert eine Lehre in der Büroverwaltung der autArK Soziale Dienstleistungs-GmbH, die bei Bedarf von drei auf bis zu vier Jahre verlängert werden kann. Eine Berufsausbildungsassistentin unterstützt den Lehrling Frau A. und steht auch der Lehrlingsausbildnerin, dem Arbeitgeber und der Berufsschule als Beraterin zur Verfügung. Das Sozialministeriumsservice finanziert zusätzliche Nachhilfestunden, die Frau A. aufgrund ihrer Lernschwäche benötigt.

Arbeitsplatzbeschreibung

Frau H. A. absolviert eine integrative Berufsausbildung mit verlängerbarer Lehrzeit. Sie ist im Verwaltungsbereich der autArK Soziale Dienstleistungs-GmbH als Lehrling beschäftigt. Die Aufgaben von Frau A. sind die administrativen Bürotätigkeiten, wie etwa Telefondienst, Listen- und Kopierarbeiten sowie Besprechungsvorbereitungen.

Firma

Die autArK Soziale Dienstleistungs-GmbH bietet in Kärnten Arbeitsassistenz für Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung. Das Unternehmen wurde 1996 gegründet. Unter dem Leitsatz „Es ist normal verschieden zu sein“ betreibt autArk an 24 Standorten in Kärnten sowohl Wohnangebote als auch Arbeitsassistenz und zahlreiche Angebote rund um Beschäftigung und Qualifikation von Menschen mit Behinderung.

Planung und Umsetzung

In der Rolle des Arbeitgebers stellt autArK immer wieder Lehrlinge im Verwaltungsbereich ein. Frau A. (geb. 1993) wurde von ihrer Berufsausbildungsassistentin auf die Lehrstelle aufmerksam gemacht. Die Lehre zur Bürokauffrau, die regulär drei Jahre dauert, kann im Rahmen der integrativen Berufsausbildung verlängert werden. In diesem Fall wurde eine Verlängerung auf vier Jahre vereinbart, die je nach Bedarf ausgeschöpft werden kann.

Unterstützung

Das AMS unterstützt die integrative Berufsausbildung finanziell. Sowohl der Lehrbetrieb autArK als auch die Ausbildungseinrichtung (Berufsschule) bekommen eine finanzielle Unterstützung in Form eines monatlichen Pauschalbetrages. Dieser wird jährlich neu beantragt.  
Im Rahmen der integrativen Berufsausbildung nimmt Frau A. auch zusätzlich zur Berufsschule eine mobile Nachhilfe in Anspruch, die vom Sozialministeriumservice (vormals Bundessozialamt) zu 100 Prozent finanziert wird.

Frau H. A. wird während ihrer gesamten Lehrzeit bei autArK eine Berufsausbildungsassistentin zur Verfügung gestellt. Der Lehrling, der Arbeitgeber und die Berufsschule bekommen hier Coaching und Unterstützung, um den Lehrplatz auch in Krisenzeiten zu erhalten.

Entwicklungspotential

Frau H. A. selbst ist äußerst zufrieden mit ihrer Arbeit. Sie mag besonders das Arbeiten am Computer. Die Lehrlingsausbildnerin bezeichnet Frau A. als „sehr lernfähig“ und ist nach ersten Erfahrungen mit dem Lehrling bereits zuversichtlich, dass Frau A. innerhalb von drei Jahren die Lehre abschließen wird. Der Geschäftsführer von autArK sieht in solchen Erfolgsgeschichten die Win-Win-Situation für Lehrlinge und für Unternehmen.

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