Best Practice Beispiel

Lehrling in der Verwaltung

Wer selbst Dienstleister ist, muss bei der Inklusion Vorbild sein!

Kurze anonyme Beschreibung des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin mit Behinderung

Die Mitarbeiterin ist 19 Jahre und macht derzeit im Unternehmen eine Lehre zur Bürokauffrau. Sie ist im ersten Lehrjahr.

Firmenbeschreibung

autArK ist eine soziale Dienstleistungs GmbH mit über 370 Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter in
den Bereichen NEBA und Behindertenhilfe.

Arbeitsplatzbeschreibung

Sie ist in der allgemeinen Verwaltung als Lehrling beschäftigt. Ihre Tätigkeiten umfassen Telefonvermittlung, allgemeine Administration, Mitarbeit bei den Abteilungen Personal und Buchhaltung.

Was waren die entscheidenden Beweggründe einen Menschen mit Behinderung einzustellen?

Die Inklusion am allgemeinen Arbeitsmarkt und als Organisation, die im
Bereich der beruflichen Integration tätig ist, Vorbild zu sein.

Wie gelang der Rekrutierungsprozess? Vermittlung durch AMS oder Sonstige?

Es gab eine interne Ausschreibung an die Arbeitsassistenz. Nach dem Auswahlverfahren
wurden einige Lehrlinge zum Praktikum eingeladen. Danach fiel die Entscheidung.

Welche begünstigenden oder hinderlichen Faktoren gab es beim Arbeitsbeginn?

Unterstützend wurde die Dienstleistung der Arbeitsassistenz für Jugendliche empfunden. Sie
Führte die Anmeldung bei der Wirtschaftskammer durch und half bei der Organisation der Fachberufsschule inkl. Internatsbesuch. Außerdem wurde ein Jobcoaching installiert. Durch das Angebot dieser Dienstleistungen konnte alle hinderlichen Faktoren aus dem Weg geräumt werdebn.

Wenn es Stolpersteine gab, wie wurden diese beseitigt?

Aufgrund der Größe des Unternehmens war es anfangs schwierig die Telefonvermittlung zu
bewältigen. Der Jobcoach wurde bei diesen „Stolperstein" als große Unterstützung empfunden. Er brachte ihr in einfachen Schritten bei, wie telefoniere ich richtig und wie vermittle ich zur richtig zu zuständigen Person.

Waren spezielle Ausbildungsmaßnahmen erforderlich?

Fachberufsschule

Wurden externe Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen und wenn ja, welche?

Ja, Arbeitsassistenz für Jugendliche und Jobcoaching.

Was hat letztendlich dazu beigetragen, dass die Mitarbeiterin nach wie vor in Ihrem Unternehmen tätig ist?

Ihr Engagement, Fleiß, Ehrgeiz zu lernen und sich weiterzuentwickeln, sowie die externe Unterstützung.

Was würden Sie als Unternehmer, anderen Unternehmen an Lernerfahrungen / Empfehlungen mitgeben?

Es ist wichtig sich Zeit zu nehmen; Keine Scheu vor Menschen mit Behinderung als Lehrlinge oder Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer zu haben. Man wird nicht alleine gelassen, da es die NEBA-Dienstleistungen gibt; Menschen mit Behinderung als Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer wirken sich positiv auf die Unternehmenskultur und die Motivation der Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter aus;