Best Practice Beispiel

Lehrlingsbeauftragter

Als Lehrlingsbeauftragter der OMV Raffinerie Schwechat koordiniert Herr M.R. (geb. 1960) die Ausbildung von ChemieverfahrenstechnikerInnen. Er greift dabei auf seine langjährige Erfahrung in der Produktionsarbeit der Raffinerie zurück. Die Schichtarbeit war nach einer schweren Erkrankung nicht mehr möglich. Die Konzernbehindertenvertrauensperson stand bei der Umorientierung beratend zur Seite.

Arbeitsplatzbeschreibung

Herr M. R. ist Lehrlingsbeauftragter der OMV Raffinerie Schwechat. Er koordiniert und betreut die Lehrlingsausbildung aller ChemieverfahrenstechnikerInnen und ElektrikerInnen, von der Auswahl der Lehrlinge über die Betreuung während der drei Lehrjahre bis zur Lehrabschlussprüfung.

Firma

Die OMV Aktiengesellschaft ist mit insgesamt 27.000 MitarbeiterInnen im Jahr 2013 das größte börsennotierte Industrieunternehmen Österreichs.

Das internationale, integrierte Öl- und Gasunternehmen betreibt unter anderem die Raffinerie in Schwechat bei Wien, welche zu den größten und komplexesten Binnenraffinerien Europas zählt. Dort arbeiten rund 640 MitarbeiterInnen an der Destillation und Veredelung von Rohöl zu hochwertigen Mineralölprodukten. Im April 2008 feierte die Raffinerie Schwechat ihren 50. Geburtstag.

Planung und Umsetzung

Herr M. R., geboren 1960, ist seit 1980 Mitarbeiter der OMV. Mehr als 25 Jahre arbeitete er im Produktionsbetrieb der Raffinerie Schwechat. 2001 erkrankte Herr R. an Leukämie. Nach mehreren Monaten Chemotherapie war die Krankheit besiegt und er konnte in die Arbeit zurückkehren. Seine Leistungsfähigkeit war im Vergleich zu früher jedoch eingeschränkt, die Schichtarbeit war auf Dauer nicht mehr durchführbar.

Nachdem der ehemalige Lehrlingsbeauftragte in Ruhestand ging, bewarb sich Herr R. für dessen Nachfolge. Die Konzernbehindertenvertrauensperson spricht heute von einer „Win-Win-Situation“ sowohl für Herrn R., als auch das Unternehmen.

Unterstützung

Unterstützung erhielt der Mitarbeiter von den Vorgesetzten und der Produktionsleitung, die ihm seine Neuorientierung ermöglichten. Die Konzernbehindertenvertrauensperson stand beratend zur Seite.

Entwicklungspotential

Als Lehrlingsbeauftragter widmet sich Herr R. voll und ganz seinen Schützlingen und hat immer ein offenes Ohr für sie. 

Neben dem laufenden Lehrlings-Management ist R. auch für einen 3D-Sicherheitssimulator zuständig, der unter anderem in der Lehrlingsausbildung eingesetzt wird. Herr R. arbeitet in Kooperation mit WissenschafterInnen laufend an der Weiterentwicklung des Simulators.

Auf die Frage nach seinen Zukunftsvorstellungen antwortet R.: „Ich will so weitermachen bis zu meiner Pension.“

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