Best Practice Beispiel

Malerei - Lehrling

Herr R. T. wurde 1993 in Mazedonien geboren und ist als Kind mit seinen Eltern nach Österreich gekommen. Er besuchte eine allgemeine Sonderschule und arbeitet jetzt als Lehrling beim Malerbetrieb Arzberger im 7. Wiener Bezirk. Zuvor hatte er in der Werkstätte Altmannsdorf von Jugend am Werk eine Teilqualifizierung als Maler und Beschichtungstechniker begonnen. Nachdem er dort im ersten Jahr Erfahrungen gesammelt hatte, suchte der Integrationsfachdienst Jugend am Werk für Herrn T. eine geeignete. Nach dem Praktikum beim Malerbetrieb Arzberger wurde Herr T. eingeladen seine Teilqualifizierungslehre dort fortzusetzen.

Arbeitsplatzbeschreibung

Herr T. arbeitet im Ausmaß von 39 Stunden im Malereiunternehmen Friedrich Arzberger in Wien als Lehrling. Er erlernt in einer Teilqualifizierungslehre das Malerhandwerk und die Beschichtungstechnik für Fenster und Türen. Zu seinen Tätigkeiten gehören derzeit zum Beispiel das Schleifen und Vorbereiten für den Anstrich, sowie das Lackieren.

„Mein Chef und mein Vorarbeiter unterstützen mich meine Ausbildungsziele zu erreichen. Das Arbeitsklima ist sehr gut.“, bestätigt Herr T.

Firma

Der Malerbetrieb Friedrich Arzberger – Maler, Anstreicher und Lackierer - ist ein Handwerksbetrieb im 7. Wiener Bezirk. Die Aufträge betreffen Malerarbeiten und Beschichtungstechnik. Seine Aufträge erhält Herr Arzberger von ArchitektInnen, Baumeistern und Hausverwaltungen. Der Betrieb beschäftigt aktuell zwischen 6 und 10 MitarbeiterInnen, darunter eine Person mit Behinderung.

Planung und Umsetzung

Herr R. T. (geb. 1993) ist als Kleinkind mit seiner Familie aus Mazedonien nach Österreich gekommen. Er hat eine Lernschwäche und erhöhten Unterstützungsbedarf.

Herr R. T. hatte in der Werkstätte Altmannsdorf von Jugend am Werk bereits eine Teilqualifizierung als Maler und Beschichtungstechniker begonnen.
Im Frühling 2014 bewarb sich Herr T. mit Hilfe des Integrationsfachdienstes Jobwärts, Jugend am Werk beim Malerbetrieb für ein Praktikum. Das Praktikum verlief positiv. So konnte nach einer anschließenden Arbeitserprobung die Teilqualifizierungslehre im neuen Betrieb fortgesetzt werden.

Unterstützung

Der Integrationsfachdienst „Jobwärts“ (Jugend am Werk) unterstützte den Lehrling bei der Bewerbung. Der Mitarbeiter des Integrationsfachdienstes fragte beim Malerbetrieb an, ob es die Möglichkeit für ein Praktikum gibt, und erstellte gemeinsam mit Herrn T. die Bewerbungsunterlagen.

Die Beratung durch die Berufsausbildungsassistenz ist für die gesamte Dauer der Teilqualifizierung vorgesehen und wird regelmäßig vom Betrieb, vom Lehrling und von der Berufsschule in Anspruch genommen.

Das Erstgespräch hat Herr T. sehr positiv in Erinnerung. Er war beeindruckt von der Aufgeschlossenheit, mit der ihm der Firmeninhaber begegnete. Aktuell stehen KollegInnen und der Chef des Malerbetriebes dem Lehrling T. zur Seite und helfen ihm seine Ausbildungsziele zu erreichen.

Das AMS gewährt für das Lehrverhältnis von Herrn T. eine finanzielle Unterstützung durch eine erhöhte Lehrlingsförderung.

Entwicklungspotential

Herr R. T. muss zwar von Zeit zu Zeit bei seinen Arbeiten unterstützt werden, für den Arbeitgeber ist er eine große Bereicherung. Der Maler Arzberger findet, es macht sich auch im Arbeitsklima seiner Firma bemerkbar: „ Die Leute werden sensibilisiert!“

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