Best Practice Beispiel

Marketingmitarbeiterin

Frau G. L. arbeitet seit 2006 bei IBM Österreich. Das Interesse für diesen Arbeitsbereich stammte ursprünglich aus einem Ferialpraktikum, das sie während der Schulzeit absolviert hatte. In der Marketing-Abteilung ist Frau L. heute unter anderem mit Eventplanung beschäftigt. Eine Arbeitsassistenz begleitet Frau L., die einen Rollstuhl benützt, auf ihrem täglichen Arbeits- und Heimweg. Fr. L hat berufsbegleitendt die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin erfolgreich abgeschlossen. Ehrenamtlich engagiert sich Fr. L. Im Bereich der Bildungsberatung, wo sie Jugendliche und junge Erwachsene motiviert und unterstützt, damit sie  gut im Berufsleben Fuss fassen können.
 

Arbeitsplatz

Frau G. L. (geb. 1984) arbeitet in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis im Ausmaß von 38,5 Stunden in der Marketing-Abteilung der Firma IBM Österreich. Die Angestellte übt dabei eine Support-Funktion im Bereich Administration und Eventplanung aus.

Firma

IBM ist heute einer der Weltmarktführer im Bereich IT-Services und -Beratung. Seit über 100 Jahren bringt IBM Innovationen hervor, die die Zukunft unserer Gesellschaft prägen. Mit etwa 440.000 MitarbeiterInnen entwickelt IBM innovative Lösungen für einen vielfältigen Kundenstamm. IBM arbeitet dabei rund um den Globus mit Regierungen, Unternehmen und Forschern zusammen. IBM investiert jährlich rund 6 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung und ist damit der größte private Forschungsbetrieb weltweit. Im Fokus stehen gesellschaftliche Verantwortung und smarte Lösungen für weltweit relevante Probleme.

IBM Österreich steht als Arbeitgeber für Chancengleichheit. Die Diversity-Beauftragte der IBM Österreich betont: „Wir integrieren Menschen mit Behinderungen wie alle anderen MitarbeiterInnen ohne sie zu benachteiligen oder zu bevorzugen. Ein wesentlicher Aspekt ist die behindertengerechte Gestaltung und Ausstattung von Gebäude und Arbeitsplätzen.“

Planung und Umsetzung

Frau G. L. hat seit ihrer Geburt spastische Tetraparese und ist Rollstuhlfahrerin.

Über eine Kooperation mit dem Schulzentrum Ungargasse kam Frau L. erstmals in Kontakt mit dem Unternehmen. Im Rahmen eines Mentoring-Programmes (IBM Mentor Place) konnte Frau L. ein Ferialpraktikum in der Marketing-Abteilung absolvieren. Nach ihrem Schulabschluss wurde ihr eine Position als Sales Assistentin angeboten, in der sie auch einige Jahre tätig war. Im Jahr 2010 hat Frau L. in die Marketing-Abteilung gewechselt. Frau L. hat eine persönliche Assistenz, die sie auf dem täglichen Weg zur bzw. von der Arbeit begleitet.

Unterstützung

Das Gebäude von IBM ist seit einigen Jahren barrierefrei gestaltet; in den letzten Jahren wurde die Anzahl der Behinderten-Toiletten aufgestockt. Den Großteil der Investitionen für die Adaptierungsmaßnahmen finanzierte das Unternehmen IBM selbst. Das Bundessozialamt (jetzt Sozialministeriumservice), das als wichtige Anlaufstelle für das Unternehmen beratend zur Seite stand, gewährte eine Investitionsförderung.

Die Arbeitsassistenz wird durch die Wiener Assistenzgenossenschaft (WAG) zur Verfügung gestellt.

Entwicklungspotential

IBM schätzt vor allem Frau L.s Einsatzbereitschaft: „Sie erledigt alle Aufgaben mit großer Sorgfalt zur vollen Zufriedenheit ihrer KollegInnen und Vorgesetzten.“

Frau L. selbst sagt über das Unternehmen: "Ich arbeite gerne bei IBM, weil ich denke, dass IBM eine Firma mit Erfolgsgedanken ist, in der auch der soziale Diversity-Aspekt stark berücksichtigt wird."

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