Best Practice Beispiel

Putzmann

Auch die Kunden der Therme Bad Blumau finden die Beschäftigung eines behinderten Mitarbeiters positiv.

Kurze anonyme Beschreibung des MA mit Behinderung

42jähriger Mitarbeiter, männlich, seit 1999 im Betrieb tätig

Firmenbeschreibung

Das Weltunikat Rogner Bad Blumau ist ein mehrfach national und international ausgezeichnetes Spa Hotel, das vom österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltet wurde. Der Betrieb ist Träger des Österreichischen Umweltzeichens, ist Mitglied der Best Health Austria und ist Kooperationspartner des WWF Österreich.

Die Anlage besteht aus 244 Zimmern, 22 Appartements und 47 Suiten, 6 Tagungs- & Konferenzräumen und 9 Restaurants / Bars. Der großzügige Spa Bereich mit der einzigartigen Vulkania® Heilquelle, Sportbecken und einem ganzheitlichen Zentrum für Gesundheit & Schönheit, bietet den Hotel- und Tagesgästen genügend Freiraum zum Entspannen.

Arbeitsplatzbeschreibung

derzeit im Bereich Housekeeping - in der Zimmerreinigung eingesetzt,
reinigt derzeit unsere vielen, langen Hotelgänge im Etagenbereich

Was waren die entscheidenden Beweggründe einen Menschen mit Behinderung einzustellen?

Wir sehen es im Betrieb, als Großbetrieb auch in unserem Verantwortungsbereich behinderten Menschen die Chance zu geben, einen Job auszuüben.

Behinderte empfinden Dankbarkeit bezüglich Ihrer Chance, am Arbeitsleben teilhaben zu dürfen - dadurch steigt Ihre Motivation bei der Aufgabenerfüllung.

Das Betriebsklima wird verbessert. Das „WIR-Gefühl" im Betrieb wird verstärkt.

Die Beschäftigung behinderter Menschen wird auch vom Kunden als Übernahme sozialer Verantwortung gesehen und honoriert.

Wie gelang der Rekrutierungsprozess? Vermittlung durch AMS oder Sonstige?

Persönliche Kontakte zu Organisationen wie „Rettet das Kind" oder Chance B

Welche begünstigenden oder hinderlichen Faktoren gab es beim Arbeitsbeginn?

Es war sehr schwer zu Beginn den „richtigen" Arbeitsplatz bzw. das „richtige" Arbeitsumfeld und das „richtige" Arbeitsausmaß zu finden.

Wenn es Stolpersteine gab, wie wurden diese beseitigt?

Wir haben uns gemeinsam verschiedene Arbeitsbereiche angeschaut und den Platz ausgesucht, wo es am besten funktioniert hat.

Es gab immer wieder „neue" Stolpersteine, die wir gemeinsam mit der Arbeitsassistenz und Jobcoaching aus dem Weg geräumt haben.

Waren spezielle Ausbildungsmaßnahmen erforderlich?

Nein

Wurden externe Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen und wenn ja, welche?

Ja, die Arbeitsassistenz bzw. das Jobcoaching

Was hat letztendlich dazu beigetragen, dass Herr/Frau X nach wie vor in Ihrem Unternehmen tätig ist.

Es sind eigentlich dieselben Beweggründe, wie wir schon erwähnt haben, warum wir Menschen mit Behinderung einstellen.

Was würden Sie als Unternehmen anderen Unternehmen an Lernerfahrungen/Empfehlungen mitgeben?

Keine „Angst" vor Menschen mit Behinderungen - einfach offen, ohne Vorurteile auf die MitarbeiterInnen zugehen, sich einfach mal selbst ein Bild davon machen und ausprobieren mit solchen Menschen zu arbeiten.