Best Practice Beispiel

Reinigungskraft

Teilqualifizierungslehre in einer Reinigungsfirma, die durch die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich wird.

Kurze anonyme Beschreibung des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin mit Behinderung

Fr. Z. hat eine kognitive Beeinträchtigung und eine Sprachstörung. Sie hat in meinem Betrieb eine Teilqualifizierungslehre absolviert. Mitarbeiterin S.Z .ist sehr freundlich, geht gern auf Menschen zu und ist sehr hilfsbereit.

Firmenbeschreibung : All Clean GmbH, Amstetten, N.Ö.

All Clean ist eine mostviertelweit tätige Reinigungsfirma, dessen Leistungen reichen von Büroreinigung, Stiegenhausreinigung, Hausbetreuung, Winderdiensten über Grünflächenservice, Garagenservice, Objektreinigung bis zu Teppichreinigung und Sonderreinigungen

Arbeitsplatzbeschreibung

Fr. Z. ist mit einem Trupp von Objekt zu Objekt zur Reinigung von Wohnhausanlagen, Stiegenhäusern, Büros, div. Sonderbaustellen etc. unterwegs. Die wöchentliche Regelarbeitszeit beträgt 8 Stunden. Der Einsatz erfolgt nach monatlichem Reinigungsplan.

Was waren die entscheidenden Beweggründe einen Menschen mit Behinderung einzustellen?

Fr. Z. war nicht die erste Mitarbeiterin mit Behinderung, die eingestellt wurde. Aufgrund der extrem positiven Erfahrungen und Entwicklungen eines anderen Mitarbeiters, hat sich der Dienstgeber erneut zu diesem besonderen Dienstverhältnis entschlossen. Hinzu kommt seine persönliche Lebenseinstellung, diejenigen zu unterstützen, die Unterstützung brauchen.

Wie gelang der Rekrutierungsprozess? Vermittlung durch AMS oder Sonstige?

Durch die Kontaktaufnahme der Arbeitsassistenz der Caritas lernte der Dienstgeber Fr. Z. kennen. Er hatte im AMS Jobroom eine freie Lehrstelle bekannt gegeben.

Welche begünstigenden oder hinderlichen Faktoren gab es beim Arbeitsbeginn?

Die Erfahrung des Dienstgebers und die Erfahrung seiner Mitarbeiter im Umgang mit neuen Mitarbeitern mit kleineren Behinderungen. Sich neuerlich als Arbeitgeber auf dieses Terrain einzulassen, bringt natürlich auch Unsicherheiten mit sich. Sehr wichtig waren aber auch die Vorgespräche mit den Mitarbeitern und deren Befürwortung, diese mehrbelastende Situation auch mitzutragen.

Wenn es Stolpersteine gab, wie wurden diese beseitigt?

Durch Gespräche mit allen Mitarbeitern wurde versucht, Schwierigkeiten zu überwinden. Auch die Berufsausbildungsassistenz und Chefetage wurden fallweise benötigt um Schwierigkeiten zu beseitigen.

Waren spezielle Ausbildungsmaßnahmen erforderlich?

Fr. Z. absolvierte eine Teilqualifizierungslehre, die von der Berufsausbildungsassistenz begleitet wurde. Lernunterstützung wurde durch Jobcoaching geboten.

Wurden externe Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen und wenn ja, welche?

Arbeitsassistenz, Berufsausbildungsassistenz, Jobcoaching

Was hat letztendlich dazu beigetragen, dass Herr/Frau X nach wie vor in Ihrem Unternehmen tätig ist?

Die Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern funktioniert gut, Leistung ist OK.
Die positive Entwicklung von Fr. Z., die zu einer verantwortungsbewussten jungen Frau geworden ist, hat sicherlich zur Weiterbeschäftigung beigetragen. Außerdem auch die Tatsache, dass sie den Führerschein machen wird, der eine besondere Wichtigkeit im Arbeitsablauf meines Betriebes hat.

Was würden Sie als Unternehmer, anderen Unternehmen an Lernerfahrungen/Empfehlungen mitgeben?

Learning by doing!, viel Zeit und Geduld und letztendlich auch die Mithilfe der Mitarbeiter, die eine entscheidende Rolle dabei haben.