Best Practice Beispiel

Reinigungstechniker

Menschen mit Behinderung tragen zur "Entschleunigung" bei!

Kurze anonyme Beschreibung der MitarbeiterIn mit Behinderung:

Integrative Lehre zum Reinigungstechniker für lernschwache Jugendliche;
sinngebender Arbeitsplatz im Büro für Menschen mit Beeinträchtigung;,
Qualifizierung von Erwachsenen, um Facharbeiterausbildung zu ermöglichen.

Firmenbeschreibung:

Die Unternehmensgruppe Majer besteht aus selbständigen Dienstleitungsunternehmen in den Bereichen Gebäudereinigung, Qualitätsmanagement, Dienstleistungen und Beratungsleistungen zum Thema Reinigung. Die Organisationen bedienen mit ihren Spezialangeboten die jeweiligen Zielgruppen.

Arbeitsplatzbeschreibung:

Der Lehrberuf Reinigungstechniker ist mit einer Lehrzeit von 3 Jahren eingerichtet. Folgende Befähigungen werden den Lehrlingen beigebracht: Beurteilen und Dokumentieren der zu bearbeitenden Flächen und Untergründe. Auswählen, Dosieren und Mischen von Reinigungs-, Pflege- und Oberflächenbehandlungs- und Desinfektionsmittel. Auswählen eines entsprechenden Reinigungs- und Pflegeverfahrens. Bedienen, Warten und Pflegen der zu verwenden Werkzeuge. Reinigung und Pflege der Innenbereiche von Gebäuden. Durchführung der Arbeitsplanung.
Im Büro werden sämtliche Tätigkeiten wie Kuvertieren, Frankieren und die Telefonvermittlung selbstständig umgesetzt.

Was waren die entscheidenden Beweggründe einen Menschen mit Behinderung einzustellen?

Zusätzlich zu unserer sozialen Einstellung waren folgende Beweggründe maßgebend: Menschen mit Behinderung in jeglicher Form sind motiviert und loyal unserem Unternehmen gegenüber. Hilfsbereitschaft und Verständnis der Kollegen steigert das „Wir"-Gefühl. Beschäftigung von Menschen mit Behinderung wird auch von Kunden gesehen und honoriert.

Wie gelang der Rekrutierungsprozess? Vermittlung durch AMS oder Sonstige?

Nicht wesentlich länger als bei Menschen ohne Behinderung - Vermittlung erfolgte durch DAFÜR.

Welche begünstigenden oder hinderlichen Faktoren gab es beim Arbeitsbeginn?

Akzeptanz und Toleranz von Kollegen und Kunden, jeder Mitarbeiter mit Behinderung benötigt mehr Zeitaufwand, was wiederum der „Entschleunigung" der übrigen Mitarbeiter dient.

Wenn es Stolpersteine gab, wie wurden diese beseitigt?

Wir sind nie gestolpert und Hürden wurden mit noch mehr Anlauf und Training gemeistert.

Waren spezielle Ausbildungsmaßnahmen erforderlich?

Nein.

Wurden externe Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen und wenn ja, welche?

Betreuung durch DAFÜR, Job Coach sowie Berufsausbildungsassistenz. Ebenso wurde die Zusammenarbeit mit der Berufsschule verstärkt und es fand ein intensiverer Austausch statt.

Was hat letztendlich dazu beigetragen, dass Herr/Frau X nach wie vor in Ihrem Unternehmen tätig ist?

Die Persönlichkeit, der Wille und die Einsatzbereitschaft.

Was würden Sie als Unternehmer, anderen Unternehmen an Lernerfahrungen/Empfehlungen mitgeben?

JUST DO IT !