Best Practice Beispiel

Sachbearbeiter

Herr P. E. (geb. 1979) ist beim ÖAMTC als Angestellter im Bereich Test, Technik und Sicherheit beschäftigt. Er betreut für das Unternehmen auch das Gehörlosenservice für die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland. Herr E. führt dabei Beratungen und Vorträge über die Leistungen des ÖAMTC in Gebärdensprache durch. Das Unternehmen schätzt es sehr, dass durch Herrn E. auch hörbeeinträchtigte und gehörlose Kunden bestens betreut sind.

Arbeitsplatzbeschreibung

Herr P. E. ist Vollzeit Angestellter bei ÖAMTC im Bereich Test, Technik und Sicherheit in der Abteilung Konsumentenschutz, Mitgliederinteressen und Kommunikation. Nebenbei betreut er das Gehörlosenservice für die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland, indem er Beratungen über die Clubleistungen des ÖAMTC sowie auch Produktberatung (z.B. Kindersitze, Mitgliedschaften usw.) in österreichischer Gebärdensprache durchführt sowie auch Kommunikationsunterstützung in Gebärdensprache zwischen Kunden und Mitarbeiter.

Firma

Mit 1,9 Millionen Mitgliedern ist der ÖAMTC der größte Verein in Österreich und der siebtgrößte Mobilitätsclub weltweit.

Mehr als 3.300 MitarbeiterInnen sind für den ÖAMTC in rund 30 verschiedenen Berufsfeldern tätig. Egal, ob Pannenfahrer oder Prüfer, Schalterdienst- oder Reisebüro-Mitarbeiter, Jurist oder Touristiker im persönlichen Mitgliederkontakt oder die unterschiedlichen Spezialisten im Hintergrund. Sie alle arbeiten gemeinsam für das „gute Gefühl, beim Club zu sein“.

Planung und Umsetzung

Herr P. E. (geb. 1979) hat vor seiner Arbeit beim ÖAMTC die Abendschule HTL für Maschinenbau besucht.  Er ist hochgradig hörbeeinträchtigt, fast gehörlos.

„Der ÖAMTC ist immer auf der Suche nach Möglichkeiten Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen“, erklären die Personalverantwortlichen. So war es auch bei Herrn E.s Arbeitsplatz. Für die Stelle, die in der Abteilung für die technische Schulung geschaffen wurde, wandte sich das Unternehmen über das Sozialministeriumservice gezielt an Menschen mit Behinderungen. 
Da Herr E. mit seiner technischen Ausbildung qualifiziert war, und auch bei zwei Bewerbungsgesprächen die Vorgesetzten von sich überzeugen konnte, wurde er eingestellt.

Der Mitarbeiter E. denkt positiv an die Bewerbungsphase zurück: „Der ÖAMTC zeigt anderen Arbeitgebern in Österreich, dass Menschen mit Behinderung Arbeiten auch machen können wie jeder andere, wenn telefonieren nicht geht, ist auch E-Mail und SMS vorhanden.“
Seit 2005 arbeitet E. in einem festen Dienstverhältnis beim ÖAMTC.

Unterstützung

Durch den Verein „VOX“ erfuhr Herr E. von der Stellenausschreibung. Eine Arbeitsassistenz vom Verein WITAF  war als Begleitung beim Bewerbungsverfahren involviert. Das Sozialministeriumservice gewährte zu Beginn des Dienstverhältnisses eine finanzielle Unterstützung in Form einer Integrationsbeihilfe. Aktuell werden keine finanziellen Förderungen mehr bezogen.

Die KollegInnen seiner Abteilung haben sich schnell daran gewöhnt mit Herrn E. langsam und deutlich zu sprechen. Es ist im Unternehmen bekannt, dass er ausschließlich über E-Mail bzw. SMS zu erreichen ist.

Entwicklungspotential

Die Vorgesetzten beschreiben Herrn E. als lernbereiten und an seiner Weiterentwicklung stets interessierten Mitarbeiter. „Wir schätzen ihn und seine Arbeit für den ÖAMTC sehr. Er ist ein äußerst loyaler und hilfsbereiter Kollege, der bestens zum ÖAMTC passt.“

Herr E. ist zufrieden, weil sein Job abwechslungsreich ist, weil ein freundliches Klima herrscht und weil er die flexiblen Arbeitszeiten schätzt.

„Hörbehinderten und gehörlosen Kunden und Mitgliedern zu helfen bereitet mir eine große Freude, wenn ich sehe, dass diese Kunden zufrieden nachhause gehen und, dass meine Arbeit in Ordnung gemacht ist.“ Aktuell macht Herr E. auch eine Ausbildung zum Gebärdensprachlehrer.

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