Best Practice Beispiel

Sekretariats-Mitarbeiter

Auch die Erwartungshaltung der Vorgesetzten und ihre Ungeduld können zu Stolpersteinen werden!

Kurze anonyme Beschreibung des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin mit Behinderung

Ein junger, sehr interessierter, wissbegieriger Mann, freundlich, höflich und selbstsicher; bereit, alles anzugehen und viel zu lernen. Mittlerweile bis zu einem gewissen Grad selbstständig und aufnahmefähiger.

Firmenbeschreibung

Verwaltung und Sekretariat in einer Schule mit angeschlossenem Schülerheim

Arbeitsplatzbeschreibung

Sekretariat und Verwaltung mit Buchhaltung in der Mehrphasenbuchführung, Schülerverwaltung, Kostgeld und Internatskostenverrechnung.

Was waren die entscheidenden Beweggründe einen Menschen mit Behinderung einzustellen?

Jeder Mensch und vor allem junge Menschen verdienen eine Chance auf eigenen Beinen zu stehen und für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen zu können. Jeder verdient, die in seinem Ausmaß mögliche Leistung erbringen zu können und dafür auch entsprechend entlohnt zu werden.

Wie gelang der Rekrutierungsprozess? Vermittlung durch AMS oder Sonstige?

Jugendarbeitsassistenz von autArK

Welche begünstigenden oder hinderlichen Faktoren gab es beim Arbeitsbeginn?

Da wir eine eher kleine Schule mit einem guten Team sind, konnte sich Herr S. schnell einleben und fühlt sich auch wirklich wohl. Daher konnten auch sehr gute Fortschritte erzielt werden.

Wenn es Stolpersteine gab, wie wurden diese beseitigt?

Die Erwartungshaltung der Vorgesetzten und ihre Ungeduld, mehr zu Wege bringen zu wollen; erst lernen zu müssen, die Person abzuholen, wo sie steht und nicht zu viel vorauszusetzen. Mit der Unterstützung des Jobcoaches und der Berufsausbildungsassistenz wurde die eigene Erwartungshaltung zurechtgerückt und die Weitergabe von Kenntnissen und Wissen überarbeitet.

Waren spezielle Ausbildungsmaßnahmen erforderlich?

Nein

Wurden externe Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen und wenn ja, welche?

Die Unterstützung von autArK und hier ganz besonders die Möglichkeit des Jobcoaches und der Berufsausbildungsassistenz.

Was hat letztendlich dazu beigetragen, dass Herr S. nach wie vor in Ihrem Unternehmen tätig ist?

Das Bemühen, die Arbeitsfreude und die Fortschritte von Herrn S.

Was würden Sie als Unternehmer, anderen Unternehmen an Lernerfahrungen / Empfehlungen mitgeben?

Es gibt und wird immer Menschen geben die vom Leben nicht bevorzugt wurden, aber wenn sie eine Chance bekommen, werden viele von Ihnen ihr Leben selbstständig oder zumindest zum Teil selbstständig meistern können.