Best Practice Beispiel

Sortiererin

Frau E. N. (geb. 1972) arbeitet seit 1999 in der Sortieranlage der NUA-ABFALLWIRTSCHAFT GmbH. Dabei wurde sie anfangs und bei Bedarf von der Arbeitsassistenz des Instituts zur beruflichen Integration begleitet. Fallweise Phasen verminderter Arbeitsleistung durch die psychische Erkrankung von Frau N. werden durch Förderungen des Bundessozialamts 
(jetzt Sozialministeriumservices) ausgeglichen.

Arbeitsplatzbeschreibung

Die Sortiererin trennt am Fließband Materialien aus dem Restmüll. In diesem Tätigkeitsfeld sind gutes Sehvermögen und eine schnelle Reaktion notwendig. Frau N. arbeitet am Standort Hohenruppersdorf unbefristet und Vollzeit.

Firma

Die NUA-ABFALLWIRTSCHAFT GmbH ist in der Entsorgung, der Sortierung, Verwertung und Kompostierung von Abfall tätig. Insgesamt beschäftigt die NUA – ABFALLWIRTSCHAFT GmbH 85 MitarbeiterInnen, davon 26 Frauen. In der Außenstelle NUA Hohenruppersdorf arbeiten 30 MitarbeiterInnen. Seit 2003 ist das Unternehmen nicht mehr im Eigentum des Landes Niederösterreich, sondern in privatem Eigentum.

Planung und Umsetzung

Die 1972 geborene Mitarbeiterin Frau E. N. hat Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten und leidet unter Angstzuständen und Epilepsie.

Auf Anfrage des Instituts zur beruflichen Integration (ibi) kam die Beschäftigung 1999 zustande. Für die Akzeptanz der Einstellung einer Mitarbeiterin mit Behinderungen waren mehrere bewusstseinsbildende Teamgespräche mit den ArbeitskollegInnen nötig. Durch den stellvertretenden Betriebsleiter und die Arbeitsassistentin animiert, übernehmen die KollegInnen nun die begleitende Arbeitsaufsicht.

Die Arbeitsassistentin unterstützt den Betrieb und die Arbeitnehmerin in krankheitsbedingten Problemphasen. Zusätzlich erinnert sie den Arbeitgeber jedes Jahr an das Stellen der Förderanträge und sendet ihm die von ihr teilweise ausgefüllten Förderanträge zu. Obwohl keine arbeitsbegleitende Betreuung mehr besteht, ist die Arbeitsassistentin über das Arbeitsverhältnis auf dem Laufenden.

Unterstützung

Das Bundessozialamt 
(jetzt Sozialministeriumservice) und das Land Niederösterreich gewährten eine zweijährige Einstellungsbeihilfe als Lohnkostenzuschuss. Im ersten Jahr wurden 80 Prozent vom Bruttolohn und im zweiten Jahr 50 Prozent vom Bruttolohn gefördert. Das Arbeitsverhältnis wurde zudem durch einen Lohnkostenzuschuss von Bund, Land Niederösterreich und Europäischen Sozialfond unterstützt.

Arbeitgeber, KollegInnen und die Mitarbeiterin E. N. selbst sind sehr ambitioniert, das Arbeitsverhältnis dauerhaft aufrecht zu erhalten.

Entwicklungspotential

Der Betriebsleiter von Hohenruppersdorf und der Betriebsrat sehen die Anstellung als positiv, da Frau E. N. ihre Arbeitsleistung zur Zufriedenheit erbringt und die finanzielle Förderung Phasen verminderter Arbeitsleistung durch die psychische Behinderung ausgleicht.

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