Best Practice Beispiel

Staplerfahrer

Staplerfahrer verständigt sich mit seinen Kollegen und Kolleginnen per SMS.

Kurze anonyme Beschreibung der MitarbeiterIn mit Behinderung:

Herr C. B. (geb. 1964) begann 2007 seine Tätigkeit bei der Firma Paletten Winter GmbH. Seine Gehörlosigkeit schränkt ihn nur in der Kommunikation mit Fremdchauffeuren ein, sonst ist er im Arbeitsalltag gut integriert.

Firmenbeschreibung

Die Paletten Winter GmbH zählt zu den größten und führenden Palettenherstellern Österreichs. Rund 50 MitarbeiterInnen erzeugen und reparieren im Zweischichtenbetrieb EURO-Paletten sowie Einwegpaletten.

Arbeitsplatzbeschreibung

Stapelfahrer.

Was waren die entscheidenden Beweggründe einen Menschen mit Behinderung einzustellen?

Das Unternehmen möchte auch MitarbeiterInnen mit Behinderungen eine Chance geben. Sie sind motiviert und loyal dem Unternehmen gegenüber und stärken die soziale Kompetenz des Teams.

Wie gelang der Rekrutierungsprozess? Vermittlung durch AMS oder Sonstige?

Im Falle von Herrn B. gab es keinen gewöhnlichen Rekrutierungsprozess. Aufgrund jahrelanger Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Gumpoldskirchen konnten wir Herrn B. kennenlernen. Daraus ergab sich ein Praktikum in unserem Unternehmen. Er überzeugte uns mit seiner Leistung, was zu einer Übernahme in ein unbefristetes Dienstverhältnis führte.

Welche begünstigenden oder hinderlichen Faktoren gab es beim Arbeitsbeginn?

Sprachbarrieren – anfangs musste viel schriftlich abgeklärt werden, Verständnisprobleme, Eingliederung im Team.

Wenn es Stolpersteige gab, wie wurden diese beseitigt?

Wir wurden durch monatliche Besuche eines Coaches, welche durch das Sozialministeriumservice gestellt wurde, sehr gut unterstützt. Die anfänglichen Kommunikationsprobleme mit Herrn Ch. B. wurden mit einem Firmenhandy (SMS-Funktion) beseitigt. Teamsitzungen, Besprechungen werden protokolliert und ausgehängt. Besondere Treffen, Sitzungen, Feiern etc. werden im Beisein eines Gebärdensprachdolmetschers abgehalten.

Waren spezielle Ausbildungsmaßnahmen erforderlich?

Es waren keine speziellen Schulungsmaßnahmen nötig, da Herr B. bereits mit Staplerschein ins Unternehmen kam. Interne Schulungen wurden von unseren erfahrenen Mitarbeitern übernommen.

Wurden externe Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen und wenn ja, welche?

Sozialministeriumservice.

Was hat letztendlich dazu beigetragen, dass Herr/Frau X. nach wie vor in Ihrem Unternehmen tätig ist?

Herr Ch. B. hat sich im Team gut integriert und ist für das Unternehmen ein guter und zuverlässiger Stapelfahrer.

Was würden Sie als Unternehmer, anderen Unternehmern an Lernerfahrungen/Empfehlungen mitgeben?

Unterstützung von externen Personen annehmen – Zusammenarbeit mit dem Sozialministeriumservice und Vertrauen in den Mitarbeiter zu haben.