Best Practice Beispiel

Systemgastronomin

Frau N. M. (geb. 1992) ist in Afghanistan aufgewachsen und kam im Alter von 15 Jahren nach Österreich. Frau M. nahm 2013 am Berufsorientierungsprojekt „Prima Donna“ teil. Neben ihrer Lernschwäche hatte sie fehlende Deutschkenntnisse. Nach einem Praktikum in einem McDonald‘s Restaurant im 11. Wiener Gemeindebezirk wurde sie dort als Mitarbeiterin übernommen. Der Restaurantleiter ist mit der Arbeit der Frau sehr zufrieden.

Arbeitsplatzbeschreibung

In der McDonald‘s Filiale in Wien, Kaiser Ebersdorferstraße, ist Frau M. Vollzeit angestellt. Sie ist sowohl im Lobbybereich, als auch an der Kassa und in der Küche tätig.

Die Arbeitsaufgaben in der Lobby (Gastraum) beinhalten das Abräumen der Tische sowie das Trennen des Mülls, die Pflege des Areals und das Sauberhalten des Lobbybereiches. Im Küchendienst werden die Speisen zubereitet. An der Kassa werden Bestellungen bearbeitet, ausgegeben und kassiert.

Firma

McDonald‘s Restaurants bieten als bekannte Restaurants der Systemgastronomie Fast Food an. Österreichweit sind in 190 McDonald’s Restaurants und 166 McCafés rund 9.400 MitarbeiterInnen beschäftigt. Täglich werden mehr als 400.000 Gäste in österreichischen McDonald’s Filialen bedient.

Das McDonald‘s Restaurant in der Kaiser Ebersdorferstraße im 11. Wiener Gemeindebezirk beschäftigt 36 MitarbeiterInnen, davon zwei Personen mit Behinderungen.

Planung und Umsetzung

Frau N. M. (geb. 1992) kam 2007 nach Österreich und ist in Afghanistan aufgewachsen. Aufgrund fehlender Deutschkenntnisse und aufgrund einer Lernschwäche konnte Frau M. dem Unterricht in der Hauptschule nicht folgen.

Frau M. besuchte ab dem Frühjahr 2013 das Projekt „Prima Donna“ von „Jugend am Werk“, wo ihr ein Integrationsbegleiter ein Praktikum in einem McDonald‘s Restaurant in Wien vermittelte.  Nach dem Praktikum wurde ihr aufgrund ihrer guten Leistungen ein Dienstverhältnis für 20 Wochenstunden angeboten. Nach wenigen Wochen stockte N. M. ihr Dienstverhältnis auf 40 Wochenstunden auf. 

Sie hat innerhalb kurzer Zeit große Fortschritte in den deutschen Sprachkenntnissen gemacht. Der Arbeitgeber ist mit der neuen Mitarbeiterin sehr zufrieden.

Unterstützung

Die Mitarbeiterin Frau M. gelang 2013 durch Vermittlung des Integrationsbetreuers von „Prima Donna“ zu einem Praktikum bei McDonald’s. Daraufhin wurde sie in ein fixes Dienstverhältnis übernommen. Über einige Monate hinweg erfolgte eine laufende Begleitung durch einen Job Coach (bis Jänner 2014)

Das Dienstverhältnis wurde ein Jahr lang vom AMS gefördert (Eingliederungsbeihilfe). Bezüglich einer Weiterförderung durch das Sozialministeriumservice nahm das Unternehmen Kontakt zur Arbeitsassistenz auf.

Entwicklungspotential

Der Restaurantleiter ist zufrieden mit seiner Mitarbeiterin Frau M.: „Die Mitarbeiterin hat sich etabliert, passt gut ins Team, ist zwar nicht fehlerlos, arbeitet aber wirtschaftlich.“

Frau M.s Integrationsbegleiter von Jugend am Werk sieht die berufliche Entwicklung seiner Klientin als Erfolgsgeschichte: „Seit ihrem Einstieg bei McDonald’s haben sich die Deutschkenntnisse der Mitarbeiterin laufend verbessert. Sie spricht mittlerweile viel besser Deutsch und ist viel selbstbewusster geworden.“

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