Best Practice Beispiel

Techniker für das Lichtwellenleiter-Netzmanagement

Herr H. T. (geb. 1974) wurde nach einem Arbeitsunfall in der Energie Steiermark Technik GmbH vom Elektromonteur zum technischen Angestellten umgeschult. Die Unterstützung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation der AUVA, die Kooperationsbereitschaft von Herrn T. und der Rückhalt durch das Unternehmen haben eine erfolgreiche Weiterbeschäftigung möglich gemacht.

Arbeitsplatzbeschreibung

Die Position eines Technikers für das Lichtwellenleiter-Netzmanagement ist als Bildschirmarbeitsplatz konzipiert und setzt Kenntnisse der Hard- und Software für Lichtwellenleiter-Netzüberwachung und -management und deren Multiplex-Systeme voraus. Auch die Überprüfung von Hardwarekomponenten sowie die Geräte- und Materialvorbereitung gehören zu den Aufgaben dieser Position.

Firma

Die Energie Steiermark Technik GmbH, ein Tochterunternehmen der Energie Steiermark AG, beschäftigt sich als Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber mit dem Stromvertrieb in der Steiermark. Die Energie Steiermark Technik GmbH beschäftigt derzeit rund 800 MitarbeiterInnen.

Planung und Umsetzung

Herr H. T. (geb. 1974) arbeitete vor seinem Arbeitsunfall als Elektromonteur im Bereich Informationstechnologie bei der Energie Steiermark Technik GmbH.

Im Dezember 1999 erlitt Herr T. bei einem Hochspannungsunfall Hautverbrennungen zweiten und dritten Grades im Gesicht und am Körper sowie Verletzungen am Kopf und am Rumpf, die seine körperliche Belastbarkeit seither erheblich vermindern.

Der Personalleiter und der Bereichsleiter der Abteilung Informationstechnologie suchten in Absprache mit Herrn T. nach einer qualifizierten Tätigkeit. Da im Bereich Lichtwellenleiter-Netzmanagement ein Arbeitsplatz frei wurde, konnte T. nach der gesundheitlichen Rehabilitation in seiner früheren Abteilung wieder integriert werden. Mit finanzieller Unterstützung der AUVA wurde Herr T. von März bis Oktober 2001 für seinen neuen Arbeitsplatz umgeschult.

Unterstützung

Die AUVA unterstützte die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses durch Beratung und durch die Übernahme der im Rahmen der betrieblichen Einschulung anfallenden Kosten in Höhe von EUR 15.274,-.
Der Betriebsrat der ArbeiterInnen überwachte die Umwandlung des Dienstverhältnisses vom Arbeiter zum Angestellten. Im Betrieb ist auch eine Behindertenvertrauensperson tätig, die als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Zusätzlich finanzierte die Firma in Absprache mit Herrn T. einen leichteren Werkzeugkoffer.

Entwicklungspotential

Die Geschäftsleitung der Energie Steiermark Technik GmbH betrachtet die Weiterbeschäftigung von Herrn H. T. aus sozialer Verantwortung gegenüber dem Mitarbeiter als selbstverständlich. Alle Beteiligten sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Umschulung. Herr T. zeichnet sich besonders durch seine Motivation, seine Lernfähigkeit und sein Engagement am Arbeitsplatz aus. 

Links