Best Practice Beispiel

Technischer Angestellter

Herr D. B. (geb. 1972) ist als Technischer Angestellter in der Sicherheitstechnik bei Siemens AG Österreich im Transformatorenwerk in Weiz tätig. Seit einem Verkehrsunfall 1989 hat Herr B. neurologische Bewegungsstörungen und nicht kontrollierbare Muskelkontraktionen im Nackenbereich. In seiner Funktion als Behindertenvertrauensperson setzt sich B. für Barrierefreiheit in seinem Unternehmen ein.

Arbeitsplatzbeschreibung

Der gelernte Metallfacharbeiter D. B. ist technischer Angestellter im Bereich der Sicherheitstechnik. Er koordiniert die Sicherheitsüberprüfungen von prüfungspflichtigen Arbeitsmitteln, wie z.B. diversen Arbeitsmaschinen, Kränen, Staplern usw.

2011 wurde Herr B. zur Behindertenvertrauensperson (BVP) und zum Betriebsratsmitglied gewählt. 2013 hat er zudem die Ausbildung zur zertifizierten Behindertenvertrauensperson abgeschlossen.

Firma

Das Siemens AG Österreich Transformatorenwerk in Weiz ist ein Unternehmen der Siemensgruppe. Am Standort Weiz werden Leistungs- und Verteiltransformatoren, Groß- und Mitteltranformatoren gefertigt.

Mit 1.150 MitarbeiterInnen (inklusive Leiharbeitskräften und Lehrlingen) stellt das Werk in Weiz für die Region einen bedeutenden Arbeitgeber dar. Unter diesen MitarbeiterInnen befinden sich derzeit 28 Personen mit Behinderung (20 ArbeiterInnen und 8 Angestellte, die laut Behinderteneinstellungsgesetz als "begünstigt behindert" bezeichnet werden).

Planung und Umsetzung

D. B. wurde 1972 geboren. Bei einem Verkehrsunfall 1989 erlitt er ein Schädel-Hirn-Trauma im Großhirn sowie eine beidseitige Lungenkompression. Unter den Folgen des Unfalls leidet Herr B. heute noch in Form von neurologischen Bewegungsstörungen.

Seit dem Jahr 2000 arbeitet Herr B. bei Siemens in Weiz. Anfangs war er Leiharbeiter und Transporteur in der Werkstatt. Nach einer Ausbildung zum Werkmeister für Maschinenbau wechselte Herr B. ins Büro. Das Sozialministeriumservice (vormals Bundessozialamt) hat ihm einen Grad der Behinderung von 70 Prozent bestätigt.

Unterstützung

Der Arbeitsplatz im Büro wurde dahingehend adaptiert, dass Herr B. einen speziellen Bürostuhl mit erhöhter Nackenstütze erhielt. Das Sozialministeriumservice (vormals Bundessozialamt) übernahm die Kosten zu 100 Prozent. Zudem gewährt das Sozialministeriumservice (vormals Bundessozialamt) einen monatlichen Lohnkostenzuschuss.

Entwicklungspotential

Herr B. sieht seiner Zukunft im Unternehmen sehr positiv entgegen. Derzeit absolviert er die Ausbildung zur zertifizierten Behindertenvertrauensperson und möchte sich in Zukunft auch um die Anliegen anderer KollegInnen mit Behinderung im Siemens-Konzern kümmern. Denn Herr B. ist der Meinung: „Man soll für Veränderungen immer offen sein“. 

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