7. Ist ein/-e MitarbeiterIn besonders geschützt, wenn während eines bestehenden Arbeitsverhältnis eine Behinderung eintritt?

ArbeitnehmerInnen, die im Zuge der Ausübung ihrer Arbeit verunfallen und eine körperliche, geistige oder psychischen Funktionsbeeinträchtigung oder Beeinträchtigung der Sinnesfunktionen erleiden die einen Zeitraum von mehr als voraussichtlich sechs Monaten erstreckt, wird der Status einer begünstigt behinderten Person zuerkannt werden, wenn bei der/dem ArbeitnehmerIn

  1. ein Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent festgestellt wird,
  2. wenn die Person österreichische StaatsbürgerIn oder EU- beziehungsweise EWR-BürgerIn oder schweizer BürgerIn (deren Familienangehörige) oder Flüchtling, dem Asyl gewährt worden ist, solange dieser zum dauernden Aufenthalt im Bundesgebiet berechtigt ist oder für eine Person der über einen Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt - EG" oder "Daueraufenthalt - Familienangehöriger" nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) verfügt oder für eine Person mit einem Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt - EG" eines anderen Mitgliedstaates der EU, der eine Niederlassungsbewilligung nach dem NAG erteilt wurde, ist.

Mit einem ausgestellten Feststellungsbescheid vom Sozialministeriumservice wird der Status begünstigt behindert zuerkannt. Hiermit treten Bestimmungen des Behinderteneinstellungsgesetztes wie etwa der Kündigungsschutz oder die Berücksichtigung bei der Berechnung der Ausgleichstaxe in Kraft.

Bitte beachten Sie

Nur für Menschen mit Behinderung die den Status begünstigt (Feststellungsbescheid) erfüllen, gelten die arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen wie etwa der Kündigungsschutz, werden bei der Berechnung der Ausgleichstaxe mitgezählt (Beschäftigungspflicht) können viele Förderungen des Sozialministeriumservice beantragt werden.

Der Schutz vor Diskriminierung aus dem Grund einer Behinderung gilt jedoch für alle Personen mit einer Behinderung. Der Status begünstigt ist nicht erforderlich.

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