1. Was haben DienstgeberInnen betreffend der Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderung zu beachten?

MitarbeiterInnen oder StellenwerberInnen mit einer Behinderung sind vor unmittelbarer oder mittelbarer Diskriminierung geschützt:

  • Unter unmittelbarer Diskriminierung wird verstanden, wenn jemand aus dem Grund einer Behinderung weniger günstig behandelt wird als eine andere vergleichbare Person.
  • Unter mittelbarer Diskriminierung wird verstanden, wenn scheinbar neutrale Vorschriften oder Gegebenheiten (z. B. Barrieren) sich für Menschen mit Behinderung weniger günstig auswirken als für andere Menschen.

Betroffene können sich gegen Diskriminierungen wehren, indem sie sich an die Schlichtungsstelle des Sozialministeriumservices wenden. Wenn es in einem eingeleiteten Schlichtungsverfahren zu keiner Einigung kommt, können betroffene ArbeitnehmerInnen eine Klage beim Arbeits- und Sozialgericht einbringen.

ArbeitnehmerInnen können einen Anspruch auf Schadenersatz oder auf Gewährung der vorenthaltenen Leistung geltend machen (z.B.: Aus- und Weiterbildungsmaßnahme). Beendigungen von Arbeitsverhältnissen können gerichtlich angefochten werden. Beamte müssen ihre Ansprüche bei der Dienstbehörde geltend machen.

Bitte beachten Sie:

Der Schutz vor Diskriminierung aus dem Grund einer Behinderung gilt für alle Personen mit einer Behinderung. Der Status begünstigt ist nicht erforderlich.

Weiterführende Informationen: